Tim Cook: Das iPhone 5c ist kein Einsteiger-Modell!
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Während des Financial Conference Call von Apple – der Stream ist hier abrufbar – berichtete Tim Cook gestern über die neue iPhone-Verkaufsstrategie und machte inteeressante Aussagen zum iPhone 5c. Entgegen der landläufigen Meinung ist Apples Plastik-Phone kein Einsteiger-Modell und sollte es auch nie sein.

Das aktuelle iPhone Line-up besteht aus iPhone 5s (699 Euro), iPhone 5c (599 Euro) und iPhone 4s (399 Euro). Letzteres wurde am 4. Oktober 2011 vorgestellt. Apples in fünf Farben erhältliches iPhone 5c mit Plastik-Gehäuse wird hierzulande stark kritisiert, da der Preisunterschied zum Flaggschiffmodell 5s lediglich 100 Euro beträgt.

Die Strategie, eine günstigere Variante anzubieten, um die Erosion der Marktanteile im Mittelpreissegment zu verlangsamen, leuchtet mir durchaus ein. Aber bei diesem Preispunkt kann das nicht gelingen. 599 Euro sind einfach ein Witz! Maximal 349 Euro hätten es sein dürfen – meint unser Mobile-Experte Markus Bokowsky.

Apple CEO Tim Cook sieht den Sachverhalt natürlich anders und seine Argumentation leuchtet durchaus ein: Demnach sei das iPhone 4s als Einsteigermodell zu werten, und die Modelle 5c und 5s decken der Reihe nach das Mittel- und das Premiumpreissegment ab. Cook räumt aber ein, dass die Preise außerhalb der USA aufgrund von Wechselkursen und dem starken Dollar Apple nicht immer in die Karten spielen:

When you translate that out of the US, it depends on the market as to what specifically happens. Currency changes and the strength of the dollar doesn’t always play in our favor in some goes.

Schlüssig werden Cooks Worte vor allem dann, wenn man das aktuelle Line-up aus Sicht der Amerikaner betrachtet. Hier zahlt man je nach zugehörigem Vertrag (bei den Providern AT&T, Sprint oder Verizon), der dort auf der Apple-Website subventioniert vermarktet wird, 199 Dollar für das 5s, 99 Dollar für das 5c und das 4s gibt es bei Vertragsabschluss sogar kostenlos. Zwar liegen auch bei diesem Preisgefüge gerade mal 100 Dollar zwischen den einzelnen Modellen, psychologisch gesehen mag dieser Unterschied aber für manchen US-Kunden deutlich mehr ins Gewicht fallen. Schließlich zahlt man in den USA das Doppelte (100 Prozent mehr), wenn man sich für das 5s und nicht für das 5c entscheidet.

In Deutschland hingegen lassen die Verträge unserer Mobilfunkprovider die Preisunterschiede zwischen 5s und 5c auf den ersten Blick weniger drastisch erscheinen. Beim Abschluss eines 24-monatigen Vertrages bei T-Mobile fallen im Comfort M Tarif für monatlich 49,95 Euro (ohne Rabatte) einmalig 299,95 Euro für das iPhone 5s (16GB) und 229,95 Euro für das 5c an. Aus Sicht vieler Kunden ein geringfügiger Preisunterschied – klar, dass sich deswegen viele für das Flaggschiff entscheiden.

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