Tinder-Bezahlversion ab November
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Seit dem Launch vor zwei Jahren ist die Dating-App Tinder immer weiter gewachsen. Täglich swipen Nutzer durch 1,2 Milliarden Profile, dabei kommen rund 15 Millionen Matches zustande. Bislang generierte der Dienst jedoch trotz enormer Beliebtheit keine Einnahmen; sowohl Werbung als auch Bezahlfeatures glänzten durch Abwesenheit. Nun ist für der Zeitpunkt für das Startup gekommen, das erfolgreiche Produkt zu monetarisieren.

Durch Tinders Premium-Version erhalten Nutzer mehr Möglichkeiten

Beim Forbes Under 30 Gipfel in Philadelphia verkündete Tinder-CEO und Mitgründer Sean Rad, bereits Anfang November solle ein Premium Service eingeführt werden. Zahlende Nutzer sollen dadurch mehr Möglichkeiten und gesteigerten Einfluss auf das Match-Making erhalten.

Fokus lag auf Nutzerwachstum und Weiterentwicklung des Produktes

Tinders Geschäftsmodell beinhaltet ein organisches Wachstum. Beliebtheit sollte durch ‘Social Influencer’, aktive Nutzer aus dem öffentlichen Leben, gewonnen werden. Die App kommt gänzlich ohne Werbung aus, vielmehr liegt der Fokus auf dem Wachstum der Nutzer-Community und auf der Weiterentwicklung des Produkts. Wie die App monetarisiert werden sollte, wurde in der Vergangenheit immer wieder diskutiert. Beim ersten Pitch zur App sah das Finanzierungskonzept noch vor, dass ab dem dritten Match bezahlt werden solle. Zudem sollten In-App-Käufe, beispielsweise virtuelle Dating-Geschenke, für Einkünfte sorgen. Keines dieser Vorhaben wurde jedoch bisher in die Tat umgesetzt.

Die nun sichtbar gewordene Strategie fasst Rad so zusammen, dass vorerst das Produkt und dessen Wachstum gefördert und erst im zweiten Schritt eine Einnahmequelle geschaffen werden solle:

We had to get our product and growth right first. Revenue has always been on the road map.

Noch keine Details zur Bezahlversion

Zur neuen, kostenpflichtigen Version wurden bislang keine Einzelheiten bekanntgegeben. Andeutungen zufolge könnte sich eines der neuen Features auf das Reisen konzentrieren. Außerdem sollen möglicherweise andere Märkte, über den Bereich des Datings hinaus, erschlossen werden. Derzeit basiert Tinder auf dem aktuellen Standort: Es werden lediglich potentielle Dating-Partner vorgeschlagen, die sich in der Nähe befinden.

Bei den künftig eingeführten Funktionen handle es sich durchweg um die Umsetzung von Nutzerwünschen, so Sean Rad. Sie würden der App so viel Wert hinzufügen, dass Nutzer bereit sein werden, dafür zu bezahlen.

Aktuelle Tinder-Version wird nicht verändert

Die aktuelle, kostenfreie Tinder-App wird im Zuge der Monetarisierung nicht verändert. Mit der Einführung eines Freemium-Modells – das Basisprodukt ist kostenlos, während die Vollversion kostenpflichtig ist – soll der Wachstum des Dienstes weiterhin gewährleistet sein.

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