Tinder Co-Founder wegen sexueller Belästigung suspendiert
Kommentare

Justin Mateen, der Co-Founder und CMO der beliebten Dating-App Tinder, ist wegen sexueller Belästigung seiner Ex-Mitarbeiterin vom Dienst suspendiert. 

Whitney Wolfe, ehemalige Marketing-Leiterin bei Tinder, hat am vergangenen Montag bei dem Kammergericht von Los Angeles gegen Mateen Klage eigereicht. Laut ihren Aussagen soll Tinders CMO sie wiederholt durch Bemerkungen, E-Mails und Textnachrichten sexuell belästig haben, während sie noch Teil des Teams war. Dabei seien in Anwesenheit des CEOs Sean Rad Begriffe wie „whore“ und weitere „sexistische, rassistische und unangebrachte Kommentare“ gefallen.

Wolfe behauptet zusätzlich, Rad hätte ihre Beschwerden zuerst ignoriert. Nachdem sie sich bereit erklärte, das Unternehmen freiwillig zu verlassen – vorausgesetzt, sie bekommt eine Abfindung und behält ihre Aktienanteile, hätte Rad sie kurzerhand gefeuert.

Wolfe trug wesentlich zum Tinder-Erfolg bei

Die gerichtlichen Unterlagen weisen Wolfe die tragende Rolle bei der Team-Entscheidung zu, statt weiterhin an dem ursprünglichen Produkt Cardity zu arbeiten, Zeit in den Ausbau der vielversprechenden Tinder-App zu investieren. Gleichzeitig wird erwähnt, dass Mateen und Rad ihr den Titel als Mitgründerin von Tinder genommen haben, da sie ein 24-jähriges „Mädchen“ mit kaum unternehmerischer Erfahrung gewesen sei, wie TechCrunch berichtet. 

Die Klageschrift beschreibt außerdem die Beziehung, die Wolfe und Mateen führten, trotz der Tatsache, dass er ihr direkter Vorgesetzter war. Nach dem Beziehungsaus kam es zu Komplikationen auch im beruflichen Umfeld.

Wegen der Beschuldigungen ist Mateen bis auf Weiteres von Dienst suspendiert. Tinders offizielle Begründung lautet:

Immediately upon receipt of the allegations contained in Ms. Wolfe’s complaint, Mr. Mateen was suspended pending an ongoing internal investigation. Through that process, it has become clear that Mr. Mateen sent private messages to Ms. Wolfe containing inappropriate content. We unequivocally condemn these messages, but believe that Ms. Wolfe’s allegations with respect to Tinder and its management are unfounded.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -