Tinder-Sicherheitslücke verriet GPS-Koordinaten
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Die Flirt-App Tinder ist ein echter Renner und erlaubt das schnelle virtuelle Dating auf eine unterhaltsame und unverbindliche Art und Weise. Kein Wunder, dass die App mittlerweile schon Millionen Nutzer für sich gewinnen konnte, die munter durch Bilder potenzieller „Matches“ blättern in der Hoffnung, vielleicht einen echten menschlichen Treffer zu landen.

Kaum einer dieser begeisterten User weiß, dass monatelang eine erhebliche Sicherheitslücke in der Tinder-App klaffte. Bis vor ein paar Tagen war es mit simplen mathematischen Verständnis möglich, den genauen GPS-Standort eines beliebigen Nutzers herauszufinden. Tinder wusste schon lange von diesem Bug. Doch scheinbar haben die Entwickler der Dating-App mehr als drei Monate gebraucht, um das Problem endlich zu beheben.

Include Security hat berichtet, dass ahnungslose Tinder-Turteltauben von der Sicherheitslücke bedroht waren. Die App hatte keinerlei Schutz vor manipulierten Anfragen für die Software integriert. Sobald man also die App nutzte, wurden konkrete GPS-Daten der User im Tinder-Server gespeichert. Den Entwicklern des Sicherheitsunternehmens ist es mit wenig Geschickt und elementaren Mathematischen Kenntnissen gelungen, die genaue Distanz zu allen gefundenen Personen zu berechnen. Wie das genau funktioniert, zeigt dieses Video.  

Das Problem hat Include Security an Tinder berets am 23. Oktober gemeldet. Eine Rückmeldung seitens des Unternehmens kam nie an. Erst am vergangenen Mittwoch haben die Entwickler festgestellt, dass die Sicherheitlücke geschlossen wurde. Erst jetzt haben sie sich entschlossen, in der Öffentlichkeit über die mangelhafte Datensicherheit der beliebten Dating-App zu berichten.    

Tinder schweigt immer noch zu dem Vorfall. 

So funktioniert Tinder

Immer noch stößt Online-Dating auf eine hohe Hemmschwelle bei den Nutzern. Doch die Hemmschwelle betrifft vor allem das bloße Zugeben des Interesses an Online-Dating-Angeboten. Dass die Realität nämlich ganz anders aussieht und immer mehr Menschen sich online nach ihrer besseren Hälfte umschauen, beweisen solche Erfolgsgeschichten wie die von der Tinder-Dating-App, die sich wachsender Beliebtheit erfreut.

Tinder ist im September 2012 in den USA gelaunched worden und steht für iOS und Android zur Verfügung. Die Funktionsweise der App ist sehr reduziert. Zuerst bekommt man nur ein paar Bilder der potenziellen „Matches“ zu sehen und kann anhand der visuellen Reize dann die Person entweder „liken“ oder eben nicht. Dann kriegt die Person ein rotes „NOPE“ auf die Stirn gestempelt und ist weg.

Das Auswählen geschieht so schnell und intuitiv, dass man innerhalb einer Minute durch dutzende Kandidaten „durchblättern“ kann. Interessant wird es, wenn man jemanden geliked hat und derjenige dies auch getan hat. Dann ist es ein „Match“ und die Chat-Funktion wird für die beiden Nutzer freigeschaltet. Jetzt steht dem virtuellen Kennenlernen nichts mehr im Wege. Schnell, unkompliziert und erstmal unverbindlich. Die App trifft mit diesen Attributen den Nerv der Zeit. Und egal ob man’s zugibt oder nicht: Immer mehr Nutzer entdecken für sich diese unterhaltsame Art des Datings. 

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