Trend 2014: Smartwatches auf der CES
Kommentare

Das tosende Zentrum des Hightech-Universums liegt in diesen Tagen zweifelsohne in Las Vegas, wo heute die wichtigste Messe für Unterhaltungselektronik und Computer gestartet ist. Auf der CES präsentieren in den nächsten vier Tagen alle großen Unternehmen ihre neuen Produkte dem gespannten Publikum und markieren die neusten Trends des Jahres. So standen 2012 die Tablets im Mittelpunkt, 2013 waren es die gebogenen Bildschirme und die 4K-Fernseher. 2014 wird das Jahr der Wearable Technology, allen voran der Smartwatches.

So bringt Pebble das Nachfolgemodell der erfolgreichen Pebble Smartwatch raus, die das Unternehmen bereits 300.000 Mal absetzen konnte. Die Zahl hätte man sicherlich auch nach oben korrigieren können, wären da nicht die ständigen Lieferprobleme und Zollschwierigkeiten gewesen, die den Versand nach Deutschland letztendlich unmöglich gemacht hatten. Die nun vorgestellte Pebble Steel ist optisch optimiert worden und wirkt in der Verarbeitung wertiger als ihr Vorgänger, was bei dem Preis von 249 Dollar durchaus zu erwarten ist. Die Smartwatch verfügt über ein wasserdichtes, rostfreies Edelstahl-Gehäuse und ein kratzfestes Gorilla Glass Display, den Ladezustand der Uhr erkennt man bequem an einer neu hinzugekommenen LED. Zur Freude vieler kann nun auch der App Store mit vielen, speziell auf die Smartwatch zugeschnittenen Apps gelauncht werden.

Auch andere Unternehmen haben angekündigt, vergleichbare Produkte im Rahmen der CES vorzustellen. Martian, Cookoo und Meta präsentieren ihren funktionalen Hightech-Schmuck für das Handgelenk. Das französische Unternehmen Archos bietet gleich mehrere Smartwatch-Modelle an, die schon ab 50 Euro zu ergattern sind. Details sind allerdings noch nicht bekannt. Lediglich ein Bild auf der Webseite des Herstellers glänzt mit einem gebogenen monochromen Display. Die Smartwatch soll, wie die Pebble Steel auch, mit wahlweise iOS oder mit Android-Smartphones kompatibel sein. Auch ZTE bringt mit der „BlueWatch“ seine erste Smartwatch raus. Diese sorgt sich sogar um die Gesundheit des Trägers und zeichnet mit umfangreicher Sensor-Technologie verschiedene Gesundheitsdaten auf.

Der unaufhaltbare Trend um die Wearable Technology reißt auch Intel mit. Bisher hatte sich das Unternehmen vor allem auf die Herstellung von Prozessoren konzentriert. Nun passt es seine Unternehmensstrategie den neusten Entwicklungen an und will verschiedene tragbare Geräte rausbringen, unter anderem auch eine Smartwatch. Auf der CES Konferenz sprach der CEO Brian Kranich einen grundlegenden Aspekt an, an dem die Entwickler noch verstärkt arbeiten müssen: Die Produkte müssen kompatibel zum Alltag des Trägers sein.

Wearables are not everywhere today because they aren’t yet solving real problems and they aren’t yet integrated with our lifestyles. (The Next Web)

Intel erkennt nicht nur das Problem, sondern bietet auch gleich ausgeklügelte Lösungen an. So verfügt der vom Unternehmen vorgestellte Smartwatch-Prototyp über Geolocation-Features, die bisher noch kein Anbieter auf dem Markt vorweisen kann. Eine weitere wichtige Besonderheit, die dem Endverbraucher zugute kommt: Anders als die Smartwatches der Konkurrenz verfügt das Intel-Produkt über eigene Verbindungsfähigkeit und funktioniert so auch ohne das passende Smartphone. Der Hardwarehersteller arbeitet auch fleißig an weiteren Hightech-Geräten, die dem User nützliche Funktionen für den Alltag bietet sollen. Unteranderem an einem Ladeschlüssel, den sich sicherlich viele schon lange wünschen – dieser soll nämlich das kabellose Aufladen von Geräten ermöglichen.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -