Türkei: Youtube sei wieder freizuschalten
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Nachdem der türkische Premierminister Erdogan nach Twitter auch den Zugang zu Youtube in der Türkei blockieren ließ, beschloss nun das Gericht in Ankara, dass dies aufzuheben sei. 

Eine grundsätzliche Behinderung des Dienstes sei eine Verletzung der Menschenrechte lautet das Urteil des Gerichts. In dieser Woche wurde bereits durch das Verfassungsgericht geurteilt, dass die Blockierung von Twitter dem Grundsatz der freien Meinungsäußerung zuwider liefe. Der Grund für die Blockierung waren anonym geleakte Audioaufnahmen, in welchen höhere Beamte, unter ihnen Hakan Fidan, der Chef des türkischen Geheimdienstes und der Außenminister Ahmet Davutoglu, einen möglichen Angriff auf Syrien diskutierten. Beide Webseiten wurden von Usern dazu genutzt um die Diskussion zu veröffentlichen und zu verbreiten. Das Gericht beschloss, dass nur 15 spezifische Videos geblockt werden dürfen, alles andere sei wieder freizuschalten.

Erdogan kritisierte die beiden Entscheidungen und sagte laut Reuters, dass er sich zwar danach richten werde, sie jedoch nicht respektieren könne. 

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