Twitter erhält nach 6 Jahren ein Patent
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Mit diesen Worten feierte Christopher Stone das Patent, das er und Jack Dorsey gestern für die Grundfunktion des Kurznachrichtendienst Twitter erhalten haben. Bereits 2007 meldeten die Twitter-Gründer Dorsey und Stone die Funktionsweise des Kurznachrichten-Dienstes an – jetzt wurde der Antrag vom US-Patentamt bewilligt. Das Patent umfasst dabei unter anderem die Funktion,Nachrichten nicht direkt an eine Person, sondern an Follower zu senden sowie die API.

Experten halten es dabei für unwahrscheinlich, dass Twitter  gegen andere Dienste, die ein ähnliches Prinzip verfolgen, juristische Schritte in Erwägung ziehen wird, da man bereits im letzten Jahr im eigenen Blog ein Übereinkommen vorgeschlagen hatte, wie Erfinder in der Softwarebranche mit Patenten umgehen sollten (Innovator’s Patent Agreement (IPA)). Twitter Vice President of Engineering Adam Messinger merkte hier an, dass man zwar wie viele andere Firmen auch Patente für eine Reihe von eigenen Erfindungen beantrage, jedoch gleichermaßen darüber nachdenke, wie man diese Patente nutzen kann, ohne dabei andere neue Erfindungen zu blockieren. Letztlich, so Messinger, sollte der Erfinder oder Programmierer das letzte Wort haben und nicht das Unternehmen. Es scheint also, als könnten Entwickler und Programmierer aufatmen, denn mit wachsendem technischen Fortschritt ist es nahezu unumgänglich mit bestehenden Patenten in Konflikt zu geraten, wie es der jahrelange Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung verdeutlicht. So wird es sicherlich nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch hier zu Fällen von Patentverletzungen kommt. Erst kürzlich berichteten wir beispielsweise darüber, dass Facebook aktuell an einer Hashtag-Funktion arbeite, was bei vielen Usern mit dem Hinweis auf den bereits „kopierten“ Follow-Button zum Vorwurf des Ideenklaus führte.

Trotz scheinbarer Entwarnung durch Messinger sollte man sich jedoch bewusst machen, dass er diese Erklärung zu einem Zeitpunkt abgegeben hat, als Twitter selbst noch keine eigenen Patente in den Händen hielt. Jetzt ist die Situation eine ganz andere und wir dürfen auf die zukünftige Entwicklung gespannt 

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