Twitter führt Custom Timelines für Tweetdeck ein – attraktives Tool für Content Curation
Kommentare

Twitter hat eine neues Feature für Tweetdeck vorgestellt. Der Twitter-Client, der vom Kurznachrichtendienst im Sommer 2011 übernommen wurde, bietet jetzt sogenannte Custom Timelines an. Nüchtern analysiert könnte man die neue Funktion als aufgebohrtes Bookmarking-Feature bezeichnen. Doch beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass sich dahinter eine durchaus nützliche Funktionalität verbirgt – vor allem für Medienschaffende. Die Custom Timeline erlaubt es Twitter-Nutzern innerhalb von Tweetdeck eine individuelle Timeline zu gestalten.

Selektieren, kuratieren, teilen

Um eine Custom Timeline zu erstellen, fügt man in Tweetdeck eine neue Spalte mit dem Pluszeichen hinzu und wählt als Spaltenkategorie „Custom Timeline“ aus. Um einen Tweet hinzuzufügen, befördert man ihn per Drag & Drop (mithilfe des „Bewegen“-Kreuzes) in die Custom Timeline. Alternativ gelingt dies auch, indem man den Punkt “Add to custom timeline…” im More Actions Menü eines Tweets auswählt.

Eine weitere Funktion ist das Teilen der Custom Timelines. Geteilt wird, indem man den Share-Button in den Custom Timeline Einstellungen klickt.

Custom Timeline
Screenshot: Tweetdeck Chrome-App

Wer schon mal Tweets oder Timelines embedded hat, der wird sich mit einer weiteren Möglichkeit – dem Embedden von Custom Timelines – schnell zurecht finden. Die Funktion erstellt ein personalisierbares Timeline Widget. Der ausgespuckte Code kann dann auf Websites eingebaut werden.

Custom Timeline
Screenshot: Tweetdeck Chrome-App


Darüber hinaus ist es möglich, auf die Custom Timelines von anderen Usern zuzugreifen. Das geschieht, indem man in Tweetdeck die sogenannte Profile Card eines Users aufruft. Wenn man möchte, lassen sich die Custom Timelines anderer dann als Spalte ions eigene Tweetdeck importieren. Alle Funktionen erklärt der Twitter-Blog im Detail.

Attraktives Tool für Kreative

Alles in allem sind die Custom Timelines deshalb so interessant, weil sie das Sammeln und Kuratieren von Tweets ermöglichen. Möchte man beispielsweise Tweets zu einem bestimmten Thema sammeln, fügt man ihn zu einer Custom Timeline hinzu, in der nur Tweets zu diesem Thema stecken. So lassen sich ganz einfach thematische Timelines erstellen, die einem später das Recherchieren erleichtern. Man kann quasi eine Tweet-Themendatenbank innerhalb von Tweetdeck aufbauen.

Dass man die Timelines darüber hinaus noch teilen und sogar auf Websites einbauen kann, ermöglicht anderen Nutzern von solchen Themen-Timelines zu profitieren. Wer interessante Custom Timelines anbietet, hat die Chance als guter Kurator von Inhalten – Stichwort Content Curation – wahrgenommen und geschätzt zu werden. Gelingt es ferner, in die Custom Timeline von anderen Twitter-Usern zu kommen, hat man gute Aussichten, die eigene Reichweite und die Reichweite des eigenen Contents zu steigern.

Wir sind gespannt, ob das Feature auch bald in anderen Clients verfügbar sein wird.

 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -