Twittern für Fortgeschrittene
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„Twitter“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Gezwitscher“. Die Mikroblogging-Plattform ist 2006 in San Francisco gegründet worden und hat seitdem rasch an Popularität gewonnen. Im Oktober des vergangenen Jahres sprach das Unternehmen von rund 100 Millionen täglich aktiven Nutzern.  

Twitter ist ein universelles Kommunikationsmedium, das nicht nur für Privatpersonen interessant ist. Es bietet auch Unternehmen und Celebrities eine hervorragende Möglichkeit, die Verbindung zu den Fans zu pflegen und diese in Echtzeit über die neusten Entwicklungen zu informieren.

Doch wie wird bloßes Gezwitscher zum spannenden Tweet? Wie gewinnt und behält man Follower? Auch beim „zwitschern“ der maximal erlaubten 140 Zeichen pro Nachricht gibt es durchaus Stil- und Schreibregeln, die berücksichtigt werden sollten. Wir haben für Euch die wichtigsten zusammengefasst: 

Mehrwert bieten

Conditio sine qua non, also die Bedingung, ohne die kein Twitter-Account auf Dauer funktioniert, ist der vorhandene Mehrwert für den Follower. Auch wenn es selbstverständlich scheint, sollte immer überprüft werden, ob der Post tatsächlich einen Mehrwert bietet. Es muss nicht immer eine brandneue News oder Inhalt von höchstem Interesse sein – einen Mehrwert bedeuten auch Tweets, die Fragen aufwerfen, witzig sind oder dem Account eine persönliche Note verleihen.  

Zielgruppe im Auge behalten

Wer twittert, will auch gelesen werden. Deswegen solltet Ihr Euch die Frage stellen: Für wen schreibe ich? Wer ist meine Zielgruppe und was will sie lesen? Es ist nicht verkehrt, den Themenbereich etwas einzugrenzen. Wenn sich der Kreis der Follower zum größten Teil aus technikbegeisterten Usern zusammensetzt, ist der Fokus auf entsprechende Themen durchaus sinnvoll.

Content-Suche

Sorgfältige Suche nach interessanten und passenden Inhalten ist grundlegend für einen erfolgreichen Twitterer. Um guten Content in die Welt zu tragen, muss man zuerst ein gekonnter Follower sein. Spamt Euch nicht mit einer Fülle unnützer Accounts zu, denen Ihr folgt. Sucht Euch diese strategisch und sparsam aus. Qualität statt Quantität gilt auch für die Twitter-Welt. 

Pro Tweet ein Gedanke 

5 Kernaussagen und 140 Zeichen? Das passt nur schlecht zusammen! Ein wichtiger Gedanke pro Tweet ist mehr als genug. So ist der Leser nicht gleich überfordert. 

Konzentration auf das Wesentliche

Die Welt des einzelnen Tweets begrenzt sich auf maximal 140 Zeichen. Oft ist es einfacher einen Roman zu schreiben, als die Hauptthese in einem Satz wiederzugeben. Sich kurz zu fassen ist eine Kunst für sich. Doch manchmal können auch die mageren 140 Zeichen überflüssig sein. Reichen noch weniger Zeichen aus, um die Kernaussage zum Ausdruck zu bringen, solltet Ihr es dabei belassen. Kürzere Tweets werden öfter repostet und das bringt mehr Leser. 

Tweets richtig timen

Tweet-Bombardements kommen nicht gut an. Folgt der Leser nur wenigen Accounts, wird er sich schnell an dem zu oft erscheinenden Profilfoto des übereifrigen Twitter-Users sattsehen. Deswegen sollte zwischen den Posts immer zeitlicher Abstand gelassen werden. Macht Euch rar: twittert nur dann, wenn es tatsächlich was Spannendes zu berichten gibt. 

Rechtschreibung ist in

GuMo, LOL, KA, 4U, U2, CU und und und… Abkürzungen sparen zwar die kostbaren Zeichen, ausgeschriebene Sätze kommen aber immer noch gut an. Auch Groß- und Kleinschreibung haben ihren Sinn und Zweck. Die Rechtschreibregeln sollten nicht zu sehr vernachlässigt werden. Denn sie dienen der Verständlichkeit und Übersichtlichkeit und geben dem Leser wichtige Anhaltspunkte beim Überfliegen des Nachrichtenstroms.  

Vorsicht mit Hashtags

Hashtags (#) sollten nur vorsichtig einsetzt werden. Diese Zeichen markieren die wichtigsten Begriffe eines Tweets, die einfacher gefunden werden sollen. Zu viele Hashtags zerpflücken den Satz. Außerdem kann ein #-Überfluss etwas angestrengt aussehen: „Ich will unbedingt, dass der Leser meinen Tweet findet.“ Wer interessanten Content bietet, wird gelesen. Umgekehrt helfen noch so viele Hashtags nichts. 

Es ist ein Nehmen und Geben

So manch einer interpretiert Twitter als ein Medium zur Selbstbehauptung. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, die einzige Informationsquelle des Twitter-Universums zu sein. Stößt man auf interessanten Content, sollte dieser retweetet werden. Es ist ein Nehmen und Geben. Erwähnt man andere User im eigenen Account, wird die Geste womöglich erwidert. So integriert man sich erfolgreich in das Twitter-Netzwerk. 

Posten reicht nicht aus

Ein kommentarloser Link, ein zusammenhangloses Bild, ein wie aus dem Nichts erscheinendes Zitat – all das bedeutet keinen echten Mehrwert für den Follower. Greift eine spannende These aus dem Artikel auf, sagt Eure persönliche Meinung, werft Fragen auf, kommentiert. Das ist Euer Account und jeder Inhalt sollte Eure persönliche Note tragen. 

Abwechslung mit Struktur

Es gibt unterschiedliche Arten von Tweets: Zitate, Bilder, Links, Retweets oder eigene Aussagen. Um dem Leser eine übersichtliche Struktur zu bieten, sollte eine Kategorie bevorzugt genutzt werden. Welche das sein wird, hängt von den eigenen Präferenzen ab. Doch eine gewisse Kontinuität schafft wichtige Alleinstellungsmerkmale und verleiht Eurem Account einen unverwechselbaren Charakter. Nichtsdestotrotz sollten die Inhalte nicht ausnahmslos einer Content-Art angehören. Sorgt für Abwechslung mit System!

Diese Regeln werden Euch dabei helfen, Euren Twitter-Account übersichtlich und interessant zu gestalten und so mehr Follower zu gewinnen. Wir wünschen Euch viel Spaß in der spannenden Twitter-Welt!

Aufmacherbild: Communication. Vector illustration of two lillte birds communicationg with each other von Shutterstock/ Urheberrecht:graphic-line

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