Ubuntu for phones – Linux kommt aufs Smartphone
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Wie vermutet hat das Software-Unternehmen Canioncal gestern eine auf Smartphones und Tablets angepasste Version der Linux-Distribution Ubuntu der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Name: Ubuntu for phones. Canonical will mit dem OS nicht andere Smartphone-Betriebssysteme verdrängen, sondern Ubuntu for phones soll in einer Art Symbiose parallel zu Android laufen und aus dem Device einen vollwertigen Desktop-Rechner machen. Um diese Verwandlung auszulösen, muss das Smartphone laut Canonical  lediglich an einen Bildschirm angeschlossen werden. Partnerschaften mit Geräteherstellern sollen bereits angelaufen sein, erste Geräte kommen Ende 2013 oder Anfang 2014 auf den Mark, so Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.

Systemanforderungen

Ubuntu for phones baut auf den existierenden Android Kernels und Treibern auf, nutzt aber keine Java Virtual Machine. Das OS soll sowohl ARM als auch x86 Prozessoren unterstützen. Damit sich das Betriebssystem möglichst schnell auf vielen Android-Geräten breit macht, hat Canonical laut eigener Aussage die Mindestanforderungen an die Hardware moderat ausgelegt. CEO Mark Shuttleworth wirbt insbesondere mit der Schnelligkeit und Schlichtheit des schlanken OS.

Ubuntu Systemanforderungen

In der gestrigen Präsentation von Ubuntu for phones in London wurde das OS auf einem Galaxy Nexus präsentiert und machte eine gute Figur. Dabei sollen einige exklusive Features Lust auf das Betriebssystem machen. Vor allem bestimmte Touch-Gesten über die Ränder des Displays stehen dabei im Vordergrund. Ein Wischer mit dem Daumen über den linken Rand gibt den Blick auf favorisierte Apps frei (siehe Abbildung unten). Wischt man über den rechten Rand kommt man zur zuletzt genutzen Apps zurück.

Ubuntu Display

Lust auf mehr macht ein erstes Hand-on-Review der Kollegen von Engadget:

Native Apps oder HTML5

Entwickler, die Apps für die Ubuntu-Umgebung bauen wollen, haben zwei Möglichkeiten: Zum einen können sie HTML5 Web Apps oder native Anwendungen programmieren. Infos und ein QML-Toolkit dazu findet Ihr auf Ubuntus Entwickler-Seite Go mobile. Flexibles entwickeln für Ubuntu for phones verspricht der Cloud-Speicherdienst Ubuntu One. Dank ihm müssen Entwickler nicht selbst eine Cloud bereitstellen, um Apps zu entwickeln und anzubieten.

Nachfolgend seht Ihr die virtuelle Keynote, in der Ubuntu OS vorgestellt wird.  

Weitere Vorführungen von Ubuntu for phones soll es auf der am 8. Januar beginnenden CES in Las Vegas geben. Unter Umständen teilt Canonical dann auch schon konkrtet Details zu Endgeräten und Markteinführungsterminen mit.

Quelle alle Bilder: Ubuntu Website

 

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