Universal Analytics: Multi-Device-Nutzerverhalten verstehen
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Seit Anfang April ist Google Universal Analytics nicht mehr nur als Beta verfügbar.

Die neue Generation von Google Analytics wurde bereits Ende 2012 auf der Google Analytics Summit in Mountain View vorgestellt und die neuen Analysemöglichkeiten lösten Begeisterung aus.

Noch im Betastadium konnten allerdings einige Funktionen, wie z.B. Remarketing nicht genutzt werden.

Seit dem offiziellen Release wird empfohlen, möglichst schnell auf Universal Analytics umzusteigen. Denn besonders Domain- und Shop-Betreiber profitieren von der erweiterten Datenanalyse.

Wesentliche Neuerungen

Die neue Generation wurde mit einer komplett neuen Codebasis umgesetzt. Hatte die bisherige Google Analytics Version eine clientseitige Integration, was zum Teil zu einem sehr umfangreichen Code führte, ist das neue Universal Analytics serverseitig umgesetzt. Somit können alle Einstellungen im Google Analytics Interface vorgenommen werden.

Eine zentrale Verbesserung im Rahmen der Universal Analytics ist der User-Fokus. Die vorausgehende Session-basierte Betrachtung erschwerte die Darstellung des Nutzerverhaltens und erlaubte lediglich die Analyse von einzelnen Sessions pro Gerät. Nun können Nutzer Geräte-übergreifend betrachtet werden. Dieses Cross-Device-Tracking lässt endlich wichtige Rückschlüsse auf das User-Verhalten zu. Denn das Online-Verhalten, die sogenannte Customer Journey, konnte jahrelang nicht angemessen in Web-Analyse-Tools erfasst werden.

Die neuen Universal Analytics bieten drei verschiedene Möglichkeiten zur Datenerfassung. Zum einen das Analytics.js Javascript und damit den Trackingcode für Websiten. Zum anderen die Google Analytics SDKs für mobile Websiten. Mit Hilfe des Measurement Protocols für andere Datenquellen ist zudem eine einfache Ergänzung der Analytics-Daten mit Offline-Daten, Autoreninformationen und anderen Quellen möglich.

Außerdem sind umfangreiche Demografische Daten aus Googles Display-Banner-Werbenetzwerks DoubleClick integriert. Bereits seit 2013 war die als dc.js-Feature bzw. Demografische Daten bekannte Erweiterung in der Classic Version verfügbar.

In Universal Analytics kann das Feature nun mit einer kleinen Code-Anpassung sowie Ergänzung eines Datenschutzhinweises im vollen Umfang genutzt werden. Diese deutlich umfangreichere Datendichte gibt viele Informationen über die Nutzer preis, wie z.B. Altersgruppen und Geschlecht sowie Interessengruppen wie Sport oder Musik etc.

 

Die Customer Journey verstehen

Nun bietet Universal Analytics auch die Möglichkeit App- und Webdaten in einem einzelnen Report zu analysieren. Unabhängig von der Erhebungsmethode oder der Datenherkunft können jetzt sämtliche Daten in einem Bericht betrachtet werden. Über Filter lassen sich Daten einer bestimmten Quelle problemlos isoliert untersuchen. Außerdem ermöglichen Anpassungen in den Standard Reports oder benutzerdefinierten Berichten sowie im Dashboard, Analysen jedes einzelnen Datensatzes.

Neben dem Multi-Device Report wurden außerdem neue App-spezifische Felder der analytics.js hinzugefügt. Diese erlauben die Ausgabe von Screen- und App-Name, App-Version sowie ein Exception Tracking.

Zudem wurden die Bezeichnungen von Metriken und Dimensionen vereinheitlicht, egals ob es sich um App- oder Web-Daten handelt.

Eine weitere wichtige Änderung, die in dieser Woche ausgerollt werden, sind die Änderungen der Namen der Visitor Web Metric und der Active User App Metric. User App Metric werden nun unter der Bezeichnung User aufgeführt und Visitis werden Analytics übergreifend unter der Bezeichnung Sessions geführt.

Damit sind diese Bezeichnungen endlich klar und konsistent in der gesamten Universal Analytics Umgebung umgesetzt, was die Analyse wesentlich vereinfacht und Missverständnisse verhindert. Jetzt kann die erfolgreiche Analyse der Nutzer Device-übergreifend erst richtig losgehen. Wer noch nicht auf Universal Analytics umgestellt hat, sllte dies zeitnah erledigen.

 

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