User Interface Tutorial der anderen Art: The user is drunk! [Video]
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Will Dayble, Director bei der australischen Web- und Mobile-App-Entwicklern von Squareweave, hat sich einem Selbstexperiment der besonderen Art unterzogen. Aber manchmal braucht es eben besondere Anstrengungen, um einen wichtigen Standpunkt für alle klar zu machen. In Wills Fall geschah dies im Rahmen des Videopodcasts „Do the Internet Better“ für seinen Arbeitgeber.

Das Ziel: Die Zuschauer in den Bereichen User Interface und User Experience Design fortzubilden.

Die Methode: The user is drunk.

Nach einer amüsanten Klärung des Begriffs „Interface“, geht Will in medias res – und genehmigt sich einen. Denn voller Hingabe versucht er dem Zuschauer zu erklären, warum man User Interfaces so designen sollte, dass auch Betrunkene sie verstehen und bedienen können. Und natürlich bietet es sich an, während solch einer Erklärung selbst einen zu heben.

Doch der Genuss von Gerstensaft steht in diesem Videobeitrag nicht im Vordergrund, sondern Wills Tipps für gutes User Interface und User Experience Design. Hier die wichtigsten Punkte:

  • blurry vision: Betrunkene sehen meist nicht mehr klar. Eine Website sollte so designt sein, dass man ihren Zweck immer gleich gut erkennen kann, egal ob sie verschwommen oder klar erscheint.
  • attention-poor: Yep, die Aufmerksamkeitsspanne eines Bierseligen hat sich meist merklich reduziert. Deswegen ist eine gute Führung des Users durch die Seite und die dort stattfinden Prozesse so wichtig.
  • say it twice: Wichtige Dinge sollte man betonen und im Zweifel lieber zweimal erwähnen. Sonst könnte man überhört/missverstanden werden.
  • emotional: Ist man betüdelt, steigt meist die Emotionalität. Im Web und in Apps ist es ähnlich. Emotionalität fesselt den User. Aber so können auch Probleme entstehen. Diese identifziert und analysiert man mit „Over the shoulder testing“: den User hinsetzen und bitten verschieden Aktionen auszuführen. Beim Blick über die Schulter, erkennt man eine gesteigerte Emotionalität und vor allem eventuelle Probleme der Website.
  • Drunk not dumb: Betrunken bedeutet nicht blöd! Und nutzerfreundlich bedeutet nicht übersimplifziert.
  • Denn tatsächlicherweise ist der User nicht betrunken, sondern: the user is fine! Doch man sollte sich als Designer vergegenwärtigen, dass der User einem mit größter Liebe hergestellten User Interface nicht wirklich viel Zeit und Aufmerksamkeit spendiert. Und aufgrund dieser Ablenkungen und des Zeitmangels, kann man sich den User genauso gut als Betrunkenen vorstellen…

Viel Spaß beim Video!

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