User Interfaces – der Schlüssel zu erfolgreichen Websites und Apps [Design-Tipps]
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Ein gutes User Interface berücksichtigt sowohl die Interessen der Nutzer als auch die des Unternehmens. Doch wie kann man Übersichtlichkeit und Konversionsrate unter einen Hut bringen? Schlüssel zu einer erfolgreichen Website oder App ist zweifellos ein ansprechendes Design, das sich nicht zuletzt durch einen übersichtlichen Aufbau auszeichnet. Doch es gibt weitere Aspekte, die unbedingt beachtet werden sollten. GoodUI.org hat hilfreiche Tipps für Web-Designer zusammengestellt, die als Guidelines zum Erstellen von User Interfaces dienen können. 

Die Übersichtlichkeit ergibt sich aus der Struktur

  • Ordnung ist das halbe Leben. Deshalb empfiehlt es sich, ähnliche Sektionen oder Elemente auf einer Seite zusammenzufassen. Anstatt verschiedene Punkte für Customer Service, Kontakte und Feedback zu haben, ist es wesentlich praktischer, alles auf einer Seite zusammenzufassen. Je mehr UI Fragmentierung es gibt, desto schwieriger ist es für den Nutzer, sich zurechtzufinden und desto mehr Arbeit bedeutet es für den Entwickler, die Seite instand zu halten. Allgemein sollte man also versuchen, sich öfters einmal auf nur eine Spalte zu konzentrieren, die den Nutzer von oben nach unten leitet und nicht durch verschiedene Textfelder rechts und links vom Kerninhalt ablenkt. 
  • Auch Links sind eine tolle Sache – doch gilt hier ebenfalls: weniger ist mehr. Schließlich leiten Links häufig weg von den eigenen Seiten und potenzielle Kunden können so verloren werden. Doch auch Links, die auf eigene Inhalte verweisen, stören den Lesefluss und machen eine Website oder Anwendung unübersichtlich. 

Wie gestalte ich lange Seiten attraktiv?

  • Um auch längere Seiten attraktiv und effektiv zu gestalten, empfiehlt es sich, am Anfang und am Ende der Seite Handlungsaufforderungen an den Nutzer zu stellen. Denn gerade an diesen Punkten hält sich der Nutzer am längsten auf. Scrollt ein Leser einen Text bis ans Ende durch, so gibt es meistens am Ende eine kurze Pause, an der er über den nächsten Schritt nachdenkt. Ein attraktiver Link oder Button kann hier platziert schnell Traffic generieren. Die Buttons sollten sich dabei in der Farbgebung von den Textabschnitten abheben.

Farben

  • Farben helfen, die Navigation zu erleichtern. Ein einheitliches Design zeigt so an, welche Links angeklickt werden können, wo sich der Nutzer gerade befindet, welcher Text markiert ist und was lediglich ein normales Textfeld ist. Die Farben sollten sich allerdings deutlich genug absetzen, angenehm zu lesen sein und vor allem konsequent innerhalb der ganzen App oder Website angewendet werden.
  • Wenn man scrollbare Seiten anlegt, ist es wichtig, keine Brüche im Design zu haben, die es so erschienen lassen, als sei die Seite bereits am Ende. Stattdessen sollte man immer einen klaren Rhythmus oder ein visuelles Muster anlegen, das deutlich anzeigt, ob es weitere Inhalte zu entdecken gibt.

Darstellung der Angebote

  • Bietet man mehrere Wahlmöglichkeiten an, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Nutzer für ein Produkt entscheiden höher, wenn es empfohlen wird. Anstatt also drei ähnliche Produkte lediglich nebeneinander zu setzen, sollte man eines von ihnen hervorheben. Studien belegen zudem, dass die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung für ein bestimmtes Produkt mit der Anzahl an Wahlmöglichkeiten abnimmt.
  • Der prozentuale Anteil derer, die auch einen Kauf tätigen oder sich länger mit dem Angebot beschäftigen, ist zudem größer, wenn von vorneherein angezeigt wird, für wen das jeweilige Produkt geeignet ist. Einschränkungen, die zeigen, dass ein Angebot nicht für jeden geeignet ist, bieten dabei den psychologischen Vorteil, dass sich die Kunden besonders fühlen und ihre Exklusivität genießen.
  • Schaut man einmal in das Frischeregal im Supermarkt, so findet man auf nahezu jedem Produkt Sprüche wie „Frisch aus der Region“ oder „von Hand hergestellt.“ Ähnliche Hinweise helfen auch beim digitalen Verkauf, da sie ebenfalls Exklusivität, Originalität und Persönlichkeit suggerieren. Häufig werden die Produkte dabei intuitiv als qualitativ hochwertiger wahrgenommen.

 „Klick mich“

  • Bestimmt war schon jeder einmal genervt, weil eine einmal getätigte Auswahl immer wieder bestätigt werden musste. Anstatt eine Wahl dreimal zu bestätigen, nur um noch ein viertes Mal gefragt zu werden, ob man sich auch wirklich sicher ist, ziehen viele Nutzer vor, Aktionen schnell durchzuführen. Statt vieler kleiner Schritte sollte man mit einem Undo-Button die Möglichkeit bieten, Aktionen rückgängig zu machen.
  • Auch direkte Aufforderungen sind kürzer und effektiver als indirekte. Ein selbstbewusstes und bestimmtes Auftreten als „Klick mich!“ weiß zu überzeugen, während ein „Klick mich jetzt vielleicht, wenn du dich für das Angebot interessiert oder mehr Informationen erhalten willst“ kaum effektiv ist.

Kundenbindung

  • Wer sagt schon Nein zu Geschenken? Genau – niemand! Wer über eine App oder eine Website Verkäufe abwickeln will, kann durch Geschenke oder kostenlose Proben ein gutes Klima schaffen und so den Kunden zum Kauf verlocken. Die Kunden werden dabei durch kleinere Aufmerksamkeiten emotional an den Verkäufer gebunden. Um Kunden von einem Unternehmen oder einem Produkt zu überzeugen, ist es zudem besonders effektiv, positive Kommentare von Nutzern als  „social proof“ anzugeben, anstatt die eigenen Stärken und Vorteile unpersönlich aufzulisten.
  • Auch Newsletter dienen der Kundenbindung. Dabei gilt auch hier insbesondere für Formfelder: weniger ist mehr. Es ist wahrscheinlicher, dass sich ein Interessent für einen Newsletter anmeldet, wenn man hierzu nur einen Namen und eine E-Mail-Adresse angeben muss, als wenn man zur Passwortabsicherung zusätzlich nach Hobbies oder dem Namen des ersten Haustiers fragt.. Nur Felder, die tatsächlich notwendig sind, sollten in solchen Formularen auftauchen – alles andere darf getrost gestrichen werden.

Quelle alle Bilder: Screenshots GoodUI

 

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