Vergleich: Social Media Marketing vs. Printwerbung
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Die rasante Ausbreitung des Internets hat die Werbe-Welt grundlegend verändert. Jahrhunderte der Printwerbung mündeten im 20. Jahrhundert in das kurzfristige Hoch von Radio- und Fernseh-Werbung, bis die Menschen rund um den Globus online gingen. In den letzten Jahren haben in ganz Europa soziale Netzwerke Konjunktur, sodass viele Unternehmen daran interessiert sind. Was haben Printwerbung und Social Media Marketing (SMM) gemeinsam? Was sind die Unterschiede?

Gemeinsamkeiten am Beispiel

Bei allen Arten gedruckter Werbung sowie beim SMM sind die Zielsetzungen ähnlich. Es geht darum,

  • die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu erregen,
  • das eigene Venture zu promoten und
  • dadurch Kaufinteresse zu wecken.

Zusätzlich ist den beiden Marketing-Strategien gemeinsam, dass sie in der Regel der Kaltakquise dienen. So tauchen seit einiger Zeit „sponsored posts“ im populären Netzwerk Facebook auf, die aufgrund der Vorlieben von akzeptierten Freunden geschaltet werden. „Liket“ ein Freund beispielsweise den Autohersteller BMW, erscheint dessen Werbung zwischen den sozialen Nachrichten, rutscht aber mit ihnen auch schnell nach unten. Erfolgreiches Facebook Marketing der besonderen Art!

Hätte eine Niederlassung des Autoherstellers einen Flyer gedruckt, würde sie ihn vielleicht in der Fußgängerzone verteilen. Manche Passanten würden ihn aus Interesse lesen, manche einstecken und dies später tun oder den Flyer dann in den Abfall werfen, andere würden die Verteilung registrieren, aber die Straßenseite wechseln, weil sie nicht angesprochen werden wollen.

Einordnung, Kosten

Also haben Printwerbung und SMM gleiche Ziele, treffen durch die Kaltakquise unterschiedlich interessierte Menschen an, was beispielsweise im Gegensatz zum Email-Marketing (EMM) bei beiden Werbearten hohe Streuverluste nach sich zieht und erfordern eine Investition. Dabei sind die Kosten für Flyer oder andere Printprodukte durch die Konkurrenz auf dem Markt bei Druckanbietern  zu bewältigen. Doch auch die gesponsorten Werbenachrichten müssen beim Netzwerkbetreiber, im dargestellten Beispiel Facebook, bezahlt werden.

Meist ist hierbei das SMM nur ein Baustein in der gesamten Online-Kampagne eines größeren Unternehmens, welches beispielsweise zusätzlich auch Newsletter verschickt, Banner, Pop-Ups und AdWords (Google) bezahlt und über eine Domain verfügt, auf der häufig der Webshop integriert ist.

Unterschiede

Dennoch weisen die Werbung in sozialen Netzwerken und die Printwerbung wichtige Unterschiede auf. Dies sollten die verantwortlichen Marketingfachleute bei strategischen Kampagnenplanungen im Vorfeld beachten. Zunächst bieten Printdienstleister heutzutage online ein relativ großes Sortiment verschiedener Produkte an. Neben den erwähnten Flyern können interessierte Betriebe unter anderem

  • Visitenkarten
  • Briefpapier
  • Plakate
  • Broschüren
  • Eintrittskarten
  • Aufkleber
  • Give-Aways (Kugelschreiber, Feuerzeuge etc.)
  • Schilder oder
  • Fahnen

bedrucken lassen. Die Gestaltung wird bei solchen Anbietern durch Templates zum Einfügen eigenen Bild- und Textmaterials wesentlich erleichtert. Sie bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, etwa verschiedene Schriftarten, eigens entwickelte Designs oder professionell geschossene Fotos zu integrieren.

Appell an die Sinne, Effizienzanalyse

Auch bei SMM können Bilder integriert werden. Darüber hinaus sind hier auch professionell gemachte Werbeclips kein schlechter Weg, um zu werben. Verantwortliche sollten sich jedoch vor Augen halten, dass beispielsweise bei Facebook keine Möglichkeiten der Formatierung der Nachricht gegeben sind.

Bei anderen Diensten wie dem immer populärer werdenden Twitter ist die Zeichenzahl begrenzt. Dies verhindert eine Emotionalisierung, die bei Printwerbung einfacher und gezielter hervorgerufen werden kann. Überdies sind gedruckte Produkte mit mehr Sinnen wahrnehmbar: Ein edles Papier fühlt sich gut an, ein intensiver Farbdruck erfreut das Auge, hat einen bestimmten Geruch.

Ein Post in einem Netzwerk wird lediglich mit den Augen, bei einem Videoclip noch mit dem Gehör wahrgenommen. Ob dies der Grund ist, warum sich viele Empfänger viel länger und teilweise mehrfach mit erhaltener Printwerbung beschäftigen, beispielsweise den Broschüren großer deutscher Discounter, ist schwer zu ermitteln.

Grundsätzlich besser sind die Analysemöglichkeiten nach einer Kampagne bei jeder Art von Online-Werbung, so auch bei Social Media Marketing. Klickraten können jederzeit analysiert werden. Die Effizienz von Printwerbung ist lediglich messbar, wenn beispielsweise integrierte Gutscheine oder Gewinnspiele eingelöst werden.

Abschließende Bewertung: Cross Marketing

Beide Arten der Werbung haben also Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ebenso steht es mit den Vor- und Nachteilen. Ein Pauschalurteil, welche Werbeform besser ist, kann daher nicht getroffen werden. Am besten ist es, beide Marketingformen beim Cross Marketing zu verbinden und möglichst viele Werbekanäle zu nutzen.

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