Vigour – Telekom Inkubator hub:raum unterstützt Startup mit 500.000 Euro
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Der hub:raum der Telekom hat ein weiteres Motorentuning erhalten. Der Startup-Inkubator des rosa Riesen unterstützt ab sofort das niederländische Gründerteam von Vigour. Die jungen Entwickler aus Amsterdam programmierten eine Plattform die den Betrieb von Anwendungen systemübergreifend auf beliebigen Endgeräten erlaubt und über die Cloud eine integrierte Bedienoberfläche generiert. Mit der Technologie, die für den Nutzer äußert einfach zu bedienen ist, konnte Vigour die Experten des Telekom-Inkubators überzeugen: Die Gründer werden mit einer Finanzspritze von 500.000 Euro unterstützt. hub:raum hat sich damit den Investoren von Linden Mobile Ventures und DG-i angeschlossen. Vigour ist das fünfte Startup, das vom Telekom Inkubator unterstützt wird. Die vier anderen sind Blinkist, ReputamiSalonmeister und Stylemarks.

Vigour als „screen unifier“

Derzeit arbeiten die Vigour-Gründer Ramon Druidenvoorden, Marcus Besjes und Jim de Beer an der App Vigour Video. Sie soll das Abspielen von Filmen und Videos auf unterschiedlichen Devices ermöglichen. Das heißt, man könnte einen Film, auf dem iPad abspielen und ihn dann mit einem Swipe auf den PC oder den Fernseher schieben. Das Tablet dient dann als Fernbedienung und als Second Screen, um den Film auch auf dem Tablet weiterzuverfolgen, Information zu den Schauspielern zu googlen oder über die App ähnliche Videos zu finden. Dabei geht die „screen unifying“-Technik von Vigour einen Schritt weiter, als bei bisher bekannten Diensten, da die User Interfaces der verschiedenen Geräte tatsächlich miteinander verbunden werden. In einem Interview hat uns CEO des Gründerteams Ramon Duivenvoorden Genaueres zu Vigour und Vigour Video erzählt.

Vigour from Vigour.io on Vimeo.

Drei Schulfreunde haben eine Idee

Auf die Idee zu Vigour sind die Schulfreunde Marcus Besjes, Jim de Beer und Ramon Druidenvoorden im Rahmen eines Erfindungswettbewerbs eines niederländischen Telekommunikationsanbieters gekommen. „Unser  Ziel war es, ein Programm zu entwickeln, mit dem sich Geräte verschiedener Plattformen untereinander verbinden lassen und so eine gemeinsame User Experience bieten,“ sagt Duivenvoorden. Aus dieser Idee entstand mit viel Fleiß und Einsatz schließlich der Code für Vigour, mit dessen Hilfe Drittanbieter in Zukunft plattformübergreifende Programme anbieten können. Zuerst dürfen wir jedoch den Launch von Vigour Video erwarten. Die App soll das Potenzial der Technologie demonstrieren, die hinter Vigour steckt. Einen Einblick bietet bereits jetzt die Homepage des Unternehmens, auf der die Vernetzung verschiedener Geräte mit einem kleinen Ball verdeutlicht wird.

Das Gründerteam von links: Marcus Besjes, Ramon Duivenvoorden und Jim de Beer

Inzwischen ist das Team um zwei weitere Mitglieder gewachsen und hat einen Sitz in Amsterdam und in Berlin. Von der Kooperation mit der Telekom erhoffen sich die jungen Entwickler neben finanzieller Unterstützung vor allem eine gute Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten und anderen Entwicklern über das Netzwerk des Inkubators. Dies bedeutet auch, dass man den Firmensitz in Berlin weiter ausbauen möchte. „Deutschland ist der größte Markt in Europa und Berlin ist die junge Wirtschaftshauptstadt der östlichen Halbkugel und somit die perfekte Erweiterung zu unserem Hauptsatz in Amsterdam,“ stellt Ramon Druidenvoord fest. Besonders der Kontakt mit Kunden, Mentoren und talentierten Entwicklern, sowie die große Inspiration, die von der Metropole ausgeht, seien dabei wichtige Gründe für den deutschen Standort. „Trotzdem wollen wir uns nicht nur auf den deutschen Markt beschränken. Auch in den Niederlanden herrscht großes Interesse an Second-Screen-Innovationen, sodass wir abgesehen von der Größe des Marktes in diesem Bereich keine entscheidenden Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden sehen. Für den Launch von Vigour Video sind wir allerdings auch bereits mit  Partnern in den USA im Gespräch,“ sagt Duivenvoorden.

Bis die Vigour Video App erscheint, müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Wie einfach die Umsetzung dabei am Ende für den Nutzer sein kann, zeigt die Anwendung Puck auf der Homepage von Vigour. In wenigen Schritten lassen sich dort zwei Geräte miteinander vernetzen, und ein Ball kann von einem Bildschirm auf den anderen geschossen werden. 

Angesichts des überaus interessanten „screen unifying“-Konzepts sind wir sehr gespannt auf die zukünftige Entwicklung des jungen Unternehmens. Schon jetzt erscheint das einfache Benutzerkonzept von Vigour sehr vielversprechend. Darüber hinaus wird die Nachfrage nach Second Screen Apps in den nächsten Jahren ebenfalls weiter steigen.

 

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