Visa und MasterCard gegen anonymes Surfen – Boykott gegen VPN-Anbieter
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Ein Virtual Private Network, kurz VPN, hat den Zweck, eine Nutzergruppe separat und geschlossen mit dem Internet zu verbinden. Aus diesem Grund nutzen viele Universitäten VPN, um ihren Studenten auch außerhalb des Campus-Netzwerks Zugang zur Biblitotheksdatenbank und anderen Uni-eigenen Diensten zu ermöglichen. Kurz gesagt, sorgt VPN für einen gesicherten Server-Zugriff.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die des anonymen Surfens, natürlich wird diese nicht selten missbraucht, um völlig ungestraft Raubkopien aus dem Netz zu saugen. Beliebt dafür sind VPN-Anbieter aus Schweden, da diese im Gegensatz zu den hiesigen keine Website-Daten speichern oder weitergeben. Wer solche Dienste nutzt, führt demnach selten Gutes im Schilde und sieht sich fortan einer neuen Hürde gegenüber: Die beiden größten Kreditkartenanbieter Visa und MasterCard stehen ab sofort nicht mehr als Zahlungsanbieter für solche Dienste zur Verfügung.

Zwar könnte man meinen, dass man weiterhin über Umwege wie PayPal und dergleichen mühelos bezahlen kann, jedoch werden diese von Visa und MasterCard zunehmend unter Druck gesetzt. So hat das schwedische PayPal-Pendant Payson nun angekündigt, keine Zahlungen mehr an gewisse VPN-Provider (z.B. IPredator, gegründet von Pirate-Bay-Mitgründer Peter Sunde oder auch Anonine, Privatvpn und weitere) durchzuschleusen. Über PayPal selbst sollten Zahlungen bislang aber noch möglich sein. Anonymisierte Dienste wie Bitcoin, Paysafe und Co. stehen ebenfalls zur Verfügung.   

Aufmacherbild: Credit Cards on laptop keyboard von Shutterstock / Urheberrecht: Sashkin

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