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Vivaldi: Neuer Browser von Ex-Opera-Entwickler
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Der neue Web-Browser Vivaldi bietet neben den gewohnten Basics von Opera wie Tab-Gruppierungen und vereinfachten Tasten-Kürzeln auch Kontakt- und Notizverwaltung. Später soll ein E-Mail-Client dazu kommen.

Braucht es noch einen weiteren Browser?

Auf dem vehement umworbenen Browsermarkt buhlt nun ein „fast“ neuer Anbieter um die Gunst der User. Mit Vivaldi bringt der ehemalige Opera-Chef Jon von Tetzchner gemeinsam mit Entwicklern aus den USA, Island, Norwegen, Finnland und der tschechischen Republik einen neuen Web-Browser auf den Markt, der nicht nur ein schickes und zugleich schnelles Interface bietet will, sondern auch mit einen Funktionsumfang aufwartet, wie man ihn vor der Zeit von Chrome und Firefox mal zu schätzen wusste. Ein Browser für unsere Freunde, heißt es auf der Homepage.

Bisschen Retro mit zeitgemäßer Ausstattung

Mit Browsern von Google, Mozilla, Opera, Apple und Yandex scheint der Markt ausreichend gesättigt. „Die meisten Browser wollen heute allen gefallen, aber das bedeutet, dass sie alle gleich aussehen und ähnliche Features haben“, kommentiert der Browser-Pionier Jon von Tetzchner gegenüber c’t. Schaut man die jeweiligen Funktionspaletten durch, scheint er Recht zu behalten. Ohne die entsprechenden Add-Ons würde sich die gängigsten Browser tatsächlich kaum unterscheiden. Eine Kontakt- und Notizverwaltung sowie ein implementierter E-Mail-Client klingt nach längst vergangenen AOL-Zeiten – könnte aber trotzdem heute noch den ein oder anderen User interessieren.

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Screenshot: Vivaldi

Vivaldi noch in Testphase

Bisher steht eine Technical Preview Version von Vivaldi für Linux, Windows und OS X als Download zu Verfügung. Die Ideen sind da, die Umsetzungen sind bisher aber nur teilweise gelungen. Will heißen: Adressbuch, Notizverwaltung und eine vorab installierte Lesezeichensammlung gibt es zwar schon, aber der E-Mail-Client bleibt erst noch Schwärmerei. Chrome-Erweiterungen sollen ebenfalls irgendwann übernommen werden können. Denn Vivaldi basiert wie auch Opera auf Chromium-Basis, der Google Blink-Engine. So startet auch der isländische Browser-Neuling wie Chrome für jeden Tab einen eigenen Prozess.

Feedback von Entwicklern erwünscht

Wie bei Opera lassen sich auch Tabs gruppieren, zudem sind auch die vereinfachten Tasten-Kürzel hilfreich, um schnell Befehle auszuführen – auch wenn es nur ums Zoomen geht. Laut c’t Interview steht nicht nur die Weiterentwicklung des Web-Browsers auf der Agenda der Vivaldi-Entwickler, sondern auch die Mobile-Variante. Am besten mal die Preview Version selbst testen und bei Sonderwünschen freuen sich die Entwickler auf Feedback.

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