Von wegen Abstellgleis: SMS erleichtert App-Downloads [Gastbeitrag]
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Mobile Technologie erlaubt uns nicht nur den ortsunabhängigen Zugriff auf das Internet, sie vernetzt uns in einer Art und Weise mit Freunden, Bekannten und Familie wie nie zuvor.

Dass mobile Technologien neben dem besseren Austausch in Familien auch zu einer Erhöhung von Sicherheit beitragen können, will die App des Hamburger Startups Familonet beweisen.

Die im vergangenen September veröffentlichte App für iOS und Android ist dezidiert auf die Sicherheitsbedürfnisse von Familien ausgelegt. Sie soll die Kommunikation innerhalb der Familie vereinfachen und bietet Funktionen wie Check-Ins und Hilferufe per Tastendruck in Notsituationen.

Allerdings setzt Familonet nicht nur auf iOS und Android, sondern auch auf eines der zuverlässigsten und bewährtesten Herzstücke des Handyzeitalters, die SMS. Auch wenn aktuell viel über den Niedergang des Kurznachrichtendienstes berichtet wird: Der Short Messaging Service ist eines der meistakzeptierten Kommunikationsmittel. Jeder Einwohner in Deutschland schickt statistisch gesehen weit mehr als 750 SMS im Jahr. Selbst wenn sie im direkten Austausch zwischen Anwendern von Messaging-Apps zurückgedrängt wird, wird die SMS in Zukunft gerade als sichere Schnittstelle zwischen Apps und Usern weiter eine Rolle spielen. Es deckt sich mit dem Rieplschen Gesetz (ein neues Medium kann niemals ein altes Medium komplett ersetzen): Die SMS ist heute wichtiger denn je.

Download-Link per SMS aufs Handy

Die Zusammenarbeit zwischen Familonet und dem Kölner SMS-Spezialisten GTX ist ein gutes Beispiel. Natürlich nutzt Familonet im Rahmen seiner App die Möglichkeit des mobilen Internets und moderner Handys. Allerdings spielt die SMS ebenfalls eine Schlüsselrolle.

„Wir bieten unseren Website-Besuchern die Möglichkeit, einen Download-Link zu unserer App per SMS zu erhalten. Das reduziert den Medienbruch deutlich und führt dazu, dass erstes Interesse viel öfter auch zum Download führt“, sagt David Nellessen, CTO von Familonet. Der App-Anbieter kann seinen Nutzern mit dem Zusenden einer SMS einen großen Schritt entgegenkommen, was Komfort und Wahrscheinlichkeit der Installation bedeutet.

Kooperation führt zu Open-Source-Software

Basierend auf der SMS-Zusammenarbeit mit GTX hat Familonet eine Software geschrieben, die dazu dient, die Anfragen auf der Familonet-Homepage direkt an die GTX-API weiterzuleiten. Familonet hat dieses Programm als Open-Source-Software auf GitHub zur Verfügung gestellt. So können sich auch andere Unternehmen mit ähnlichen Anwendungsfällen an GTX anbinden, um ohne großen Aufwand SMS zu versenden.

Guter Kundenservice zu günstigem Preis

Die Kosten für diesen Service sind überschaubar. Denn GTX Messaging spezialisiert sich auf SMS zu günstigen Preisen mit hohem Qualitätsniveau. Das 2006 gegründete Unternehmen bietet seinen Kunden verlässliche SMS-Kampagnen in über 160 Ländern und verbindet die Netzwerke fast aller Telefongesellschaften weltweit.

„Unsere Technologie sorgt dafür, dass die SMS, die Familonet an seine User versendet, sicher und vor allem kostengünstig zugestellt wird“, erklärt Oliver Zabel, Gründer und Geschäftsführer von GTX. „Dadurch, dass wir riesige SMS-Kontingente kaufen und den Markt beobachten, liefern wir eine effiziente Lösung für alle Unternehmen, die die SMS für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen wollen.“

SMS zur Überwachung der technischen Infrastruktur

Doch nicht nur für die Akquise neuer User, auch für die technische Überwachung der Server nutzt Familonet den GTX-Service. Der eigens entwickelte Algorithmus zur Standortbestimmung funktioniert nämlich nur, wenn die Familonet-Server einwandfrei laufen. Dafür bedarf es ständiger Überprüfung. „In kritischen Fällen nutzen wir die SMS von GTX dazu, unsere Administratoren automatisch zu alarmieren. Das ist für uns die einzige Möglichkeit, wie wir auf Probleme unmittelbar und sicher reagieren können“, erklärt Entwickler Nellessen.

Die Kooperation zwischen Familonet und GTX Messaging zeigt: Die Anwendungsfelder der SMS ändern sich, aber ihre Zuverlässigkeit und Relevanz bestehen fort. Auch neue Applikationen können von der tradierten Technologie profitieren. Wolfgang Riepl hätte das schon vor knapp 100 Jahren bestätigt.

 

Aufmacherbild: Men holding the word SMS Foto via Shutterstock / Urheberrecht: sibgat

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