Wearable Technology: Smarte Devices, die uns zukünftig be- und hoffentlich nicht überwachen
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Für das Jahr 2019 taxiert das Marktforschungsunternehmen ABI Research den Markt für Wearable Technology auf über 400 Millionen Dollar. Obwohl wir erst am Anfang der Entwicklung stehen, zeigt die Schwemme an Activity Trackern, die uns 2013 beschert hat, wohin die Reise geht.

So faszinierte auf der gestern in München zu Ende gegangenen 11. Wearable Technologies Conference vor allem die Vielzahl an gezeigten Smart Devices, die sich gerade in der Entwicklung befinden oder kurz vor ihrem Markteintritt stehen.

Hier die spannendsten kurz vorgestellt.

Sony Smartband

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona wird vorraussichtlich im Februar das Smartband von Sony offiziell vorgestellt. Sony hat ja den Trend der Activity Tracker geflissentlich verschlafen und möchte jetzt mit einem Armband, das mehr kann als nur die üblichen Sensordaten zu liefern, aufholen. Das Display-lose Armband beinhaltet ein Accelerometer, kann Schritte zählen sowie Schlafphasen erkennen. Soweit nichts Besonderes. Spannend wird es, wenn man es mit einem Android Smartphone koppelt.

Dann vibriert das Smartband bei eingehenden Anrufen oder dient als Steuerung der dafür vorbereiteten Apps, wie z.B. des Musik Players. Anfänglich wird Sony dafür mit ausgewählten Partnern zusammenarbeiten. Langfristig soll die API aber auch für App-Entwickler geöffnet werden.

markus bokowsky

Prototyp des Sony Smartband ©Markus Bokowsky

Sunfriend

Ebenfalls noch nicht auf dem Markt, aber in den USA kurz vor dem Launch steht der UV Monitor Sunfriend. Eine Lösung für Sonnenhungrige zur Kontrolle der täglichen Aufnahme von UV-Strahlen. Wie eine Uhr am Arm getragen, schlägt es Alarm, wenn die tägliche Dosis an UVA- bzw. UVB-Strahlen erreicht ist.

Sunfriend ist im wahrsten Sinne des Wortes Rocket Science, da es auf einer Erfindung des Ehemanns von CEO Karin Edgett, einem NASA-Ingenieur, basiert.

markus bokowsky

Fängt Sunfriend an zu leuchten heisst es raus aus der Sonne oder Eincremen. ©Markus Bokowsky

Bond

Die Entwicklung von Bond verdanken wir einer Crowdfunding-Kampagne. Bond ist ein Armband, das wie eine kleine Uhr aussieht und sich selbst mehr als Schmuckstück denn als Smart Device versteht. Es enthällt einen „Core“ mit Prozessor und Sensortechnik und mehrere anflanschbare Module.

Anders als eine Smartwatch versucht Bond nicht Funktionen eines Smartphones zu kopieren, sondern diese zu erweitern: z.B. mit Authentifizierung. Ist bond mit einem Smartphone gekoppelt und befindet es sich nicht weiter entfernt als wenige Meter, ist das Smartphone immer automatisch entsperrt, ohne dass der Besitzer etwas tun muss. Verlässt es die Reichweite von bond, greift die normale Sperre des OS. Das Spannende an bond: auch hier soll die API für Entwickler geöffnet werden, allerdings dürfte dies wohl noch etwas länger dauern als beim Sony Smartband.

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