Wearables 2014 – das mobile Öko-System wächst
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Wearables sind schon lang keine Zukunftsmusik mehr. Tragbare Technologien haben längst die Gegenwart erobert und erleben gerade einen rasanten Wandel. Die smarten Gadgets machen bemerkbare Fortschritte in Sachen Usability, Design und Alltagstauglichkeit. Manche Mobile-Experten behaupten sogar, das gute alte Smartphone müsse bald seine Position als zentrales mobiles Gerät aufgeben und werde durch eine Vielzahl leistungsfähiger und spezialisierter Wearables ersetzt. Wir steuern auf die vernetzte Welt des Internet of Things zu, in der Gadgets nicht über ein Smartphone, sondern eigenständig funktionieren und permanent mit dem Internet und anderen Geräten interagieren können.

Tragbare Allrounder

Einsatzbereiche für Wearables können denkbar unterschiedlich sein: ob im eCommerce, Healthcare, Sport, Lifestyle oder Automotive – es gibt diverse Absatzmärkte für tragbare Technologien, die auch über den Endverbraucher hinausgehen. Ob Fitnessarmbänder wie Fitbit, Jawbone UP oder Nike+ FuelBand, Smartwatches wie Pebble, Samsungs Galaxy Gear 2 oder Gear 2 Neo oder Googles kontroverse Datenbrille Google Glass – Wearables sind mittlerweile nicht nur funktionell, sondern werden immer mehr zu Lifestyle-Produkten, die auch mit ihrem Design überzeugen wollen.

Wie gut alltagstaugliche Wearables bei den Konsumenten ankommen, zeigen erfolgreiche Kickstarter-Kampagnen wie The DashThe Micro oder Mi.Mu, die innerhalb kürzester Zeit beeindruckende finanzielle Einnahmen generieren konnten.

IDC-Studie verspricht rasant steigende Absatzzahlen

Dass die Wearables sich gerade auf dem Vormarsch befinden, zeigt zusätzlich die von den Marktforschern der IDC (International Data Corporation) durchgeführte Studie: Worldwide Wearable Computing Device 2014-2018 Forecast and Analysis. Diese analysiert Verkaufszahlen smarter Gadgets und stellt Prognosen für die kommenden fünf Jahre auf. 

IDC prognostiziert für dieses Jahr ein Absatzvolumen von 19,2 Millionen Wearables, was der dreifachen Menge im Vergleich zum vergangenen Jahr entspricht. Auch die Langzeitprognose kann sich sehen lassen – bis zum Jahr 2018 soll der Wearable-Computing-Markt förmlich explodieren und mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von rund 79 Prozent 112 Millionen Geräte erreichen.  

Google Glass steckt noch in den Kinderschuhen

Bei ihren Untersuchungen unterteilen die Marktforscher die Wearables in drei verschiedene Kategorien: Complex Accessories, also komplexes Zubehör – all die Geräte, die an das Smartphone gekoppelt werden müssen. Momentan verkaufe sich diese Gruppe der tragbaren Gadgets am besten; Smart Accessories, wie die Smartwatches – Geräte, die zwar auch ein Smartphone brauchen, um zu funktionieren, können aber dank zusätzlicher Anwendungen von Drittanbietern ihre Funktionen erweitern; und Smart Wearables – intelligente Geräte, die völlig autonom und unabhängig von anderen Devices, nur dank vorhandener Internetverbindung funktionieren können, wie die Google Glass. Diese Kategorie stecke noch in den Kinderschuhen und müsse noch einen langen Entwicklungsprozess durchlaufen, so die Wissenschaftler von IDC. Hier gelte die Herausforderung für die Hersteller, dem endkonsumenten die Skepsis der neuen User Experience gegenüber zu nehmen.

Wearables-Nutzer vertrauen vor allem Samsung 

Neben den Absatzzahlen benennt IDC auch den, laut den Aussagen der rund 50.000 befragten Konsumenten aus 26 verschiedenen Ländern, vertrauenswürdigsten Hersteller von Wearables. Wenig überraschend macht hier Samsung das Rennen, noch von Sony, Google und Apple. Vielleicht auch weil Apples Präsenz auf dem Markt der Wearables sich gerade auf die Gerüchte rund um smarte Devices beschränkt. Doch angesichts des vorhandenen Potenzials sicherlich nicht mehr lange.

Aufmacherbild: Smart watches on gradient background. Clipping path included via Shutterstock/ Urheberrecht Chesky

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