Webdesign 2014: Geometrie und Polygon-Look
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Über Webdesign-Trends haben wir schon viel und ausführlich geschrieben. Ob Split Screen, Off Canvas, Parallax Scrolling oder Flat Design – Webdesign erfindet sich immer wieder neu und bietet dem Betrachter eine Fülle an effektvollen Layouts. Heute stellen wir Euch einen weiteren Webdesign-Trend vor, der sicherlich noch vielen Webseiten zum „geometrischen“ Look verhelfen wird. Die Rede ist von Polygon-Webseiten.

Polygon: Begriffserklärung

Die Bezeichnung Polygon kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Vieleck“. Polygone können beispielsweise Dreiecke, Vierecke oder Sechsecke sein. Zeichnet man auf einer Fläche mindestens drei Punkte ein und verbindet diese durch durchgezogene Linien, entsteht ein Polygon. Der Begriff wird vor allem in der Geometrie benutzt und kann nicht nur für zwei-, sondern auch für dreidimensionale Formen genutzt werden.

Polygon-Webdesign

Polygon-Webdesign bedient sich solcher geometrischer Formen in der Gestaltung von Webseiten, wodurch ein durchstrukturierter, futuristischer Effekt erreicht wird. Wir haben für Euch einige Beispiele für gelungene Umsetzung des Polygon-Designs ausgesucht.

Filidor Wiese

filidor wiese

 

Screenshot: galaxy.fili.nl/ 

Der Front-end Webdeveloper Filidor Wiese nutzt Polygon-Design, um ein ganz neues Universum zu schaffen. Mittendrin, auf einem kleinen Planeten, sitzt ein Webworker mit seinem Laptop. Das Bild erinnert etwas an die berühmte Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“. Der einsame Bewohner des von Polygon-Effekten umgebenen Planeten dürfte in diesem Fall der Webentwickler selbst sein. 

Sanissimo

Sanissimo

Screenshot: sanissimo.com.mx/#!/lo_sanissimo

Sanissimo, ein Anbieter ökologischer Lebensmittel und Verfechter des gesunden Lebensstils, wandelt den Polygon-Trend etwas ab, um Naturlandschaften eine geometrische Textur zu verleihen. Ob Steine, Bäume, Berge oder ein einsamer Hahn, der über die Landschaft wacht – alles besteht aus einzelnen zu einer Gesamtheit zusammengesetzten Polygonen.

Made by Vadim

Made by Vadim

Screenshot: madebyvadim.com/

Ein in Moskau ansässiger Webdesigner, der sich mit einem kurzen: „Hello, mein Name ist Vadim“ vorstellt, nutzt Polygon-Design, um sein Profilfoto umzuwandeln und erzielt so einen eindringlichen, ja fast schon aggressiven Effekt. Ein schönes Beispiel dafür, welche Wirkung man alleine durch den Einsatz geometrischer Formen beim Betrachter erzielen kann.

Midori Auyama 

Midori Aoyama DJ

Screenshot: midoriaoyama.jp/

Geometrische Formen und elektronische Musik – das passt ausgezeichnet zusammen. So durchstrukturiert wie die Polygone, ist auch die durch einen monotonen, hypnotisierenden Beat gekennzeichnete Musik. Midori Aoyama, ein in Tokio ansässiger House-DJ, erkennt diesen Zusammenhang und bereichert seine Online-Präsenz durch Polygon-Strukturen sowie kleine animierte Polygone, die rhythmisch durch das Bild schnellen, wenn man mit der Maus drüberfährt.  

Aires & Cintra Arquitetura

Aires e Cintra

Screenshot: airesecintra.arq.br/

Ein brasilianisches Architekten-Duo Aires & Cintra Arquitetura nutzt Polygone, um einen schnell erkennbaren Bezug zu ihrer Arbeit herzustellen. Drei im Mittelpunkt der nüchtern designten Webseite stehende dreidimensionale Formen sind jeweils aus vielen, in verschiedenen Blauschattierungen gearbeiteten Polygonen zusammengesetzt. Klare Linien, wenig Schnickschnack – wirkt sauber und professionell. 

Polygon-Design Online und Offline

Der Trend zu Geometrie setzt sich nicht nur Online, sondern auch Offline durch. Geometrische Formen finden sich in vielen dekorativen Gegenständen wieder. Ob Kerzenständer, Geschirr oder Schmuck – Polygone wirken modern und sorgen für klare Linien. 

 

Aufmacherbild: Collection of geometric polygon animals, horse, lion, giraffe von Shutterstock/ Urheberrecht BlueLela

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