Werden Xbox, Bing und Surface abgeschafft?
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Microsoft soll nicht effiziente Produktlinien, darunter Xbox, Bing und Surface aufgeben. Das fordern jetzt laut eines Berichts der Washington Post zwei einflussreiche Shareholder von Microsoft.  Der Software-Gigant solle sich auf seine Kernkompetenzen besinnen, nämlich Unternehmen mit Enterprise Software zu beliefern. Satya Nadella, Microsofts neuer CEO, hat sich in den letzten sieben Monaten mit der 20 Milliarden Dollar schweren Tools- und Serversektion befasst – er könnte also der ideale Kandidat sein, um den Wandel einzuleiten.

Das würde gleichzeitig bedeuten, das Erbe seiner Vorgänger Bill Gates und Steve Ballmer zu verleumden. Sie waren überzeugt, Microsoft müsse seinen Status ebenso über normale Konsumenten wie über professionelle IT-Manager manifestieren. Seit 22 Jahren ist Nadella bei Microsoft angestellt und verdankt seine Karriere nicht zuletzt Gates und Ballmer.
 
Microsoft hat seit geraumer Zeit mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Im Vergleich zu 2011 mit 12,3 Milliarden US-Dollar schrumpfte die Windows-Sektion 2012 auf 11,6 Milliarden und 2013 auf 9,5 Milliarden Dollar. Dieselbe Abteilung verbucht einen 900 Millionen Dollar Verlust bei unverkauften Surface-Tablets. Die Online-Services, die auch die Suchmaschine Bing umfassen, machten 2013 einen Verlust von 1,3 Milliarden.
 
Microsoft solle sich aus dem Konsumentenmarkt zurückziehen, fordern nun einige. Sogar die Xbox müsse laut Paul Ghaffari weichen. Der Berater von Microsoft Mitbegründer Paul Allen äußerte diese doch sehr gewagte Überlegung letztes Jahr.
 
Robert Bontempo, Professor für Management an der Columbio Business School, sieht Microsofts Pläne skeptisch. Er meint, es bedarf eines sehr starken Charakters, um Ballmer und Gates ins Gesicht zu sehen und ihnen zu sagen, die letzten zwei Jahrzehnte seien umsonst gewesen.
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