WhatsApp-Alternative SayHey von Simyo
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WhatsApp bekommt bald einen weiteren Konkurrenten – diesmal aus dem Hause der E-Plus-Tochter Simyo. Das Unternehmen will Anfang Mai 2014 einen eigenen Messenger SayHey auf den Markt bringen, der mit verschlüsselter Nachrichtenübertragung überzeugen will. Das gab Simyo im Rahmen eines Presse-Events bekannt.

Simyos Messaging-Dient mit dem Namen SayHey soll als kostenlose Android- und iOS-App, aber auch im Browser nutzbar sein und allen Interessierten zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob man Simyo-Kunde ist oder nicht.

Das große Geschäft mit Datensicherheit

Das Geschäft mit Datensicherheit boomt. Nach der WhatApp-Übernahme durch Facebook rückte die Frage nach dem Umgang mit persönlichen Daten noch stärker in den Vordergrund. Kurz nach der Fusion der Social-Media-Plattform und des Instant-Messaging-Dienstes haben sich viele skeptische Nutzer vom Dienst abgemeldet und anderen Alternativen zugewandt, die mit Verschlüsselung und einem hohen Grad an Sicherheit geworben haben. So hat beispielsweise die Schweizer Anwendung Threema unmittelbar nach der Bekanntgabe des Deals innerhalb von 24 Stunden ihre User-Zahlen verdoppelt. Die WhatsApp-Alternative steht ganz im Zeichen der Datensicherheit. Durch den Einsatz der asymmetrischen Kryptografie sind die verschickten Nachrichten nur für den Empfänger lesbar.

Simyo wittert die Chance

Angesicht rasant steigender Nutzerzahlen der Messaging-Dienste, die auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen, will der Mobilfunkanbieter Simyo scheinbar jetzt auch auf den Zug aufspringen und den Erfolgskurs nehmen. SayHey soll mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung überzeugen, die Nachrichten so überträgt, dass nur der Versender und der Empfänger diese lesen können. 

Die Server, auf denen die Nachrichten der User gespeichert werden, sollen sich in Deutschland befinden. Zusätzlich verspricht Simyo, die Daten der Nutzer nicht an Dritte weiterzugeben. Die Frage ist, wer tut das nicht. 

Über die SayHey-Anwendung werden User außerdem die Möglichkeit haben, Kontakte zu erreichen, die den Messenger nicht nutzen. Das geschieht dann per SMS-Benachrichtigung und wird sieben Cent pro Nachricht kosten. Auch übliche SMS lassen sich über SayHey verschicken, die Kosten richten sich dann nach dem jeweiligen Mobilfunktarif.

Momentan wird SayHey noch getestet. Der genaue Launchtermin ist noch nicht bekannt. Zukünftig ist auch eine Gruppenchat-Funktion à la WhatsApp geplant.

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