WhatsApp Fake bei Google Play: Ein altbekanntes Problem
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Eine Fake-Version des beliebten WhatsApp Messengers wurde heute morgen im Google Play Store entdeckt. Die App hatte exakt den selben Namen wie das Original, verwendete aber ein anderes WhatsApp-Logo. Inzwischen wurde die Fälschung aus dem Play Store verbannt. Aufmerksam gemacht wurden die beiden IT-Blogger Carsten Drees (mobilegeeks.de) und Caschy (stadt-bremerhaven.de) per Tweet von einem Leser. Die Blogger konnten die falsche Version noch testen und berichten, dass man nach der Installation auf eine Ad-Tracker-Seite geleitet wird, wo man eine Cleaner-App herunterladen soll.

Wie erkennt man solche Fälschungen?

Erfahrenen Smartphone Usern dürfte sofort verdächtig vorgekommen sein, dass die App gerade mal 168 Bewertungen bekommen hatte. Für einen Messenger mit derartigem Beliebtheitsgrad ist das so gut wie unmöglich (das gilt natürlich auch für andere Apps mit hoher Verbreitung). Das Original kommt immerhin auf über vier Millionen Nutzerstimmen.

Wie schützt man sich vor Fake-Apps?

Google sucht den Play Store laut eigener Angabe selbstständig nach solchen Fälschungen ab. Die Nutzer selbst können verdächtige Apps jedoch nicht melden, was dazu führen kann, dass sich die ein oder andere gerfährliche App lange genug im Store aufhält, sodass einige sie noch rechtzeitig herunterladen. Diese Fake-Apps sind in der Regel hinter Euren E-Mail-Adressen (Phishing) wenn nicht sogar hinter Euren Passwörtern her. Vollkommene Sicherheit gibt es natürlich nirgendwo, zu Eurem eigenen Schutz solltet Ihr aber beim Download einer App aus Google Play die folgenden drei Punkte beachten.

  1. Schaut, ob der App-Name richtig geschrieben wurde.
  2. Werft einen kurzen Blick in die Bewertungen der App. Viele Ein-Stern-Votes deuten daraufhin, dass hier etwas faul ist.
  3. Natürlich gibt es auch viele gekaufte Bewertungen in den App Stores. Sucht also gezielt nach Erfahrungsberichten, die von echten Usern geschrieben wurden. Ihr wisst es selbst: Bewertungen wie „Awesome App“, „Extraordinary“, „Magnificient“, „best App ever“ sollte man nicht allzu ernst nehmen.

Hin und wieder schleichen sich aber auch andere Apps in den Play Store, die gefährlich sein können. So beispielsweise der iMessage Chat für Android, über den wir vor einigen Wochen berichteten. Nach Eingabe seiner Apple ID konnte man mit dem Client zwar tatsächlich iMessages via Android Smartphone verschicken, allerdings wurde die gesamte Traffic inklusive der Apple-Nutzderdaten über einen ausländischen Server umgeleitet, der sich als Mac Mini ausgab. Ohne diesen Trick wäre das Ganze zwar gar nicht möglich gewesen, jedoch war nicht sicher, wie die Macher des Chat-Clients die durchgeschleusten Nutzerdaten verwendeten. Und wie viel Schaden mit geklauten Apple-IDs angerichtet werden kann, sollte jedem klar sein.

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