WhatsApp Web

WhatsApp für PC und Tablet: Android-App mit ersten Hinweisen
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WhatsApp ist der populärste Instant-Messaging-Dienst der Welt und auf Millionen von Smartphones installiert. Viele Nutzer sehnen eine Web-Version der Anwendung herbei. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass WhatsApp für PC und Tablet bald schon Realität werden könnte.

AndroidWorld hat im Quellcode der Beta-Version der WhatsApp Android App 2.11.471 Code-Zeilen entdeckt, die den String-Namen „web_session“ enthalten. Das könnte ein Hinweis auf eine Web-Version der Anwendung sein. Das neue Feature trägt, laut AndroidWorld, den Namen „WhatsApp Web“.

WhatsApp für PC und Tablet

Möglicherweise wird die Verifizierung des Accounts über einen QR Code geschehen. Dieser wird mit dem Smartphone gescannt, um das mobile Gerät mit dem PC oder Tablet zu verbinden.

Sollte es in Zukunft tatsächlich eine Browser-Variante von WhatsApp geben, wird der Instant-Messaging-Dienst nicht der erste sein, der eine Web-Version anbietet. Die Konkurrenten wie Telegram oder Google Hangouts ermöglichen ihren Nutzern bereits das Chatten im Web. WhatsApp hatte bisher alle Gerüchte bezüglich einer Browser-Anwendung dementiert. Doch die besagten Code-Zeilen sowie eine bereits existierende Website web.whatsapp.com werfen berechtigte Zweifel an dieser Aussage auf. Momentan lässt sich WhatsApp im Web nur über Drittanbieter-Apps nutzen. So beispielsweise Pushbullet.

WhatsApp und Pushbullet

Mit dem nützlichen Tool Pushbullet lassen sich Smartphone-Nachrichten aller Art von Android auf den Desktop-PC spiegeln. Die Entwickler haben auch ein Feature implementiert, mithilfe dessen sich ankommende Nachrichten auch beantworten lassen. Die entsprechende API liegt frei verfügbar im Netz; jeder Messenger könnte also ein solches Feature implementieren.

Der beliebteste Messenger WhatsApp gab bisher keine Pläne darüber bekannt, die Funktion einzubauen. Ein Entwickler hat allerdings im Alleingang ein Workaround entwickelt. Damit lassen sich WhatsApp-Nachrichten am Laptop empfangen und beantworten. Der Umweg ist keineswegs offiziell, wird jedoch selbst auf dem offiziellen Blog von Pushbullet empfohlen.

Quick Reply for Pushbullet

Voraussetzung für den Workaround ist ein gerootetes Smartphone mit Android 4.0 oder höher. Unter Android 4.4.2 und älter können Nutzer den Root-Prozess mithilfe der App „Towelroot“ drastisch vereinfachen. Außerdem benötigt man die App „Quick Reply for Pushbullet“ aus dem Google Play Store, die 1,47 Euro kostet. Die Anwendung leitet den Nutzer durch den Installationsprozess und verbindet Pushbullet mit Quick Reply und WhatsApp.

Die drei Apps funktionieren zwar recht gut zusammen, jedoch weist das Zusammenspiel derzeit noch einige Kinderkrankheiten auf. Das Eintreffen von Benachrichtigungen auf dem Computer etwa dauert ein bisschen länger als gewohnt und auch das Senden leidet unter Verzögerungen. Bei einigen Problemen könnte ein Blick ins entsprechende Topic des XDA-Forums weiterhelfen.

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