WhatsApp mitlesen, abhören, ausspionieren – Gefahren und Beispiele
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WhatsApp ist der weltweit größte Instant-Messaging-Dienst der Welt. Rund 450 Millionen Mitglieder tauschen auf der Plattform arglos Bilder und Nachrichten. Dass Geheimdienste wie NSA unter umständen mithören, haben die meisten inzwischen akzeptiert.  „Ich habe nichts zu verstecken“ ist eine Aussage, die in diesem Zusammenhang oft fällt.
 

Die Wahrheit ist, dass auf WhatsApp Informationen getauscht werden, die zwar für die NSA belanglos sind – andere Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung vor den Kopf stoßen würden.

Wie sicher ist WhatsApp?

„Ich gehe fremd“, „ich habe einen Arbeitstag geschwänzt“, „ich habe etwas gestohlen“ – Geheimnisse, die man seinem besten Freund erzählt und zwar gerne auch über WhatsApp. Wiegt man sich beim Versenden solcher Nachrichten in einer falschen Sicherheit? Können Unbefugte WhatsApp-Nachriten mitlesen? Und wenn ja, mit welchen Tricks arbeiten Hacker?

Folgender Beitrag beschäftigt sich mit den Tricks von Hackern und zeigt Euch damit gleichzeitig, wie Ihr Euch gegen WhatsApp-Spionage schützen könnt.

WhatsApp Nachrichten mitlesen

WhatsApp-Spione tappen oft in Abo-Fallen. Tatsächlich finden sich im Netz einige App-Anbieter, wie WhatsAppSpy oder WhatsApp Detektive, die das Mitlesen von fremden Nachrichten versprechen. Hinter den meisten Diensten stecken aber teure Abo-Fallen – die WhatsApp-Spione werden abgezogen und kommen so vorerst nicht an Ihr Ziel. 

WhatsApp-Abhör-Attacke im März 2014

Dem holländischen Hacker Bas Bosschert ist es vor wenigen Monaten gelungen, Nachrichten durch eine Sicherheitslücke bei WhatsApp mitzulesen. Auch über Trojaner und Klone, die sich über unscheinbare Apps auf unsere Smartphones schleichen, können sich Cyber-Kriminelle Zugriff auf unsere WhatsApp-Gespräche verschaffen.

WhatsApp Sniffer

Vergleichbare Beispiele finden sich auch in der Vergangenheit. Bis 2012 nutzte die App „WhatsApp Sniffer“ eine Sicherheitslücke aus, die es der Applikation erlaubt hatte, fremde Nachrichten mitzuhören. Diese Sicherheitslücke ist nun geschlossen. 

Mitlesen ist möglich aber illegal

Das Mitlesen von WhatsApp-Nachrichten ist schwerer als man vielleicht annehmen würde. Dazu bedarf nämlich fundierter Software-Kenntnisse, deren Anwendung unter Starfe stehen. Hacker bringen zunächst die MAC-Adresse des Opfers in Erfahrung, indem sie einen WLAN-Scanner wie KisMac nutzen. Anschließend bauen sie eine Verbindung zum WhatsApp-Server auf und fangen die Nachrichten des Opfers ab.

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