Wie man User zu in-Game Käufen bringt
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Das größte Problem der Games Developer ist sicherlich die Monetarisierung der Spiele-Apps. Gerade beim Casual Gaming zwischendurch springen die Spieler ab, bevor sie überhaupt bis zu der Payment-Option vorgedrungen sind, oder haben einfach nicht genug Bezug zu dem Spiel, um Geld dort zu investieren.

Monetarisierung von Free-to-Play Games

Data Mining Experte Mark Robinson von deltaDNAhat auf dem Berlin Games Forum 2014 eine Session mit dem Titel „Why players don’t spend in-game and how to change it“ gehalten und erklärt, warum es gerade für die Generierung von in-Game Käufen so wichtig ist, seine Spieler genau zu kennen.

 Noch schwieriger ist es, wenn es sich bei dem zu monetarisierenden Spiel um ein free-to-play Game handelt, welches prinzipiell kostenfrei sein soll, sich für den Developer aber dennoch rentieren muss. Hier kollidieren zwei grundlegende Prinzipien. Die Option zum in-App Kauf muss also gezielt später im Game platziert werden.

Mehr Einnahmen durch größere Engagement-Rate

Die Entwicklung von Online-Games und Gaming-Apps wird immer aufwändiger und teurer. Gleichzeitig bleibt der Gewinn, der mit den Spielen gemacht wird, gleich. Die Schere zwischen Kostenaufwand und Gewinn geht also immer weiter auseinander. 

Laut Ronson liegt das vor allem an der niedrigen Engagement-Rate. Nur 40 Prozent der Spieler, die ein Online-Game begonnen haben, kehren überhaupt zurück. Vor allem die Laien-Spieler sind schwierig an das Spiel und binden und dementsprechend niedrig ist auch die Bereitschaft für dieses zu zahlen. Die größte Herausforderung ist es also, die Engagement-Rate mit dem Spiel zu steigern, denn mit ihr gehen, laut Robinson, automatisch höhere Einnahmen einher.

Begeisterung und Loyalität

 Um einen Spieler dazu zu bringen eine gewissen Begeisterung und Loyalität dem Spiel gegenüber zu entwickeln, muss er sich in der Umgebung des Games wohl fühlen.  Wie aber kann man ein Spiel entwickeln, in dem sich alle Spielertypen, vom Laien bis hin zum Experten, wohlfühlen?

Der Schlüssel liegt darin, die User genau zu kennen und herauszufinden, was sie dazu bringt abzuspringen beziehungsweise dem Spiel treu zu bleiben. Ein nützliches Tool hierfür ist eine gezielte Datenerhebung und Analyse der unterschiedlichen Spielertypen und ihrer jeweiligen Ansprüche und Bedürfnisse. Durch die Anonymität des Spiele-Umfelds, die durch Avatare etc. entsteht, ist das Gaming-Umfeld gut zum Sammeln von Daten geeignet.

Eine Umfrage von deltaDNA hat die häufigsten Gründe ermittelt, warum die Spieler vom Game abspringen. Darunter sind unoriginelles Game-Design, zu wenig Erfolgserlebnisse, zu hoher oder niedriger Schwierigkeitsgrad oder einfach ein zu geringer Spaßfaktor. Ob ein Spiel Spaß macht hängt für die unterschiedlichen Spielertypen von unterschiedlichen Faktoren ab.

Spielertyp und Spieleranalyse

Wie lange braucht der Gamer für die einzelnen Levels, wie häufig stirbt er oder kommuniziert mit Mitspielern? Durch spezielle Methoden zur Spieleranalyse kann der Spielertyp während des Gameplays erkannt werden.  Die verschiedenen Typen können anschließend in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Um die Gamer jetzt an das Spiel zu binden, muss dieses Spieler-responsive sein, das heißt sich in Schwierigkeitsgrad etc. an den jeweiligen Typen anpassen. So kann für alle User ein personalisiertes Umfeld geschaffen werden.

 Gezielte Platzierung der Payment-Option

Die effektivste Methode, den Spieler zum in-Game Kauf zu bringen ist jetzt eine gezielte Platzierung der Payment-Option. Zum Beispiel in Form von Push-Nachrichten können personalisierte Angebote gemacht werden. Diese müssen auf den jeweiligen Spieler-Typ angepasst sein, zum richtigen Zeitpunkt kommen und angemessen der Spieler-Expertise ein. 

Die Schlagworte heißen also „identify“, „analyse“, „interact“. Mit dieser Vorgehensweise kann das Gameplay individualisiert werden, ein Umfeld geschaffen werden, in dem sich alle User und potentiellen Kunden wohl fühlen. Durch das Responsive Gameplay kann laut deltaDNA die Engagement-Rate um 350 Prozent gesteigert werden. Somit steigt auch die Zahlungsbereitschaft der Spieler und der durch das Game generierte ROI. 

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