WunderWalk: personalisierter Reiseführer als App
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Werde dein eigener Reiseführer – ganz in diesem Sinne bietet WunderWalk eine kostenlose App für iOS und Android an, mit der sich im Urlaub oder auch in der eigenen Stadt spontan eine Erkundungsroute kreieren lässt, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Die App erfragt hierzu beispielsweise, was man sich gerne an Sehenswürdigkeiten anschauen möchte, worauf man Hunger oder Durst hat oder was man gerne einkaufen würde.

WunderWalk: personalisierter Reiseführer

Binnen Sekunden wird eine Tagesroute oder auch ein ganzer Wochenendausflug für eine bestimmte Region oder Stadt entworfen. Gefällt ein Vorschlag auf der Route nicht, kann dieser verworfen werden und automatisch wird ein neuer generiert. Beliebte Routen kann man speichern, ausbauen und auch mit Freunden teilen, beispielsweise über Facebook. Hierfür wird ein Avatar entworfen, der dann jeweils auf der Reise-Map mit dem jeweiligen Standort zu sehen ist. Die Routen sind ellipsenförmig angelegt, so dass man auch ohne öffentliche Verkehrsmittel auskommt.

WunderWalk App iPhone AnsichtRouten populär machen oder anderen folgen

Natürlich kann man sich auch von durch andere User angelegte Routen inspirieren lassen. Dadurch sollen vergleichbar wie bei Yelp mit Hilfe von Empfehlungen ganze Ausflugstipps ausgetauscht werden. Statt der reinen Rezension für ein Ziel gibt’s bei WunderWalk aber gleich auch die Karte für den ganzen Rundgang dazu – natürlich abhängig davon, wie man zuvor seine Vorlieben und Entdeckungsabsichten ausgerichtet hat.

Die schnelle Reiseführer-Alternative mit Themen-Routen

Laut Techcrunch speist WunderWalk seine Geo-Daten über die Google Maps API sowie die Infos zur Infrastruktur über die Foursquare API. Die Entwickler wollen Usern die Möglichkeit an die Hand geben, mal eben auf dem Hotelzimmer oder auch unterwegs schnell eine personalisierte Reiseroute an die Hand zu geben. Was früher mit dem gedruckten Reiseführer oder Empfehlungen im Netz gut und gern eine Stunde oder mehr in Anspruch nahm, soll nun in kürzester Zeit machbar sein.

Auf der Homepage der individuellen Reiserouten-App berichtet ein interaktiver Zähler momentan von 1206 „Wunderwalkers“, 2896 Städte, in denen bereits eine Route erstellt wurde und 362 öffentlich zugänglichen „Wunderwalks“. Im App Store heißt es; stell dir vor, ganze Themen-Routen zu entwerfen, wie eine Food-Safari, Pub-Tour oder Schopping-Meile und sie auf Facebook zu teilen.

Das Konzept klingt aufregend einfach wie praktisch und wirft doch ein paar Fragen auf.

Kulturreisen durch die Shopping-Mall

Wie immer stellt sich bei kostenlosen Diensten die Frage, wie der Umgang mit den User-Daten gehandhabt wird und wie sich das Unternehmen finanziert. Dass man seine Interessen mit einer Routen-App wie dieser komplett offenbart und auch Gefahr läuft, von Werbetreibenen gezielt auf Konsum-Touren geschickt zu werden, sollte jedem in Vorhinein bewusst sein. Dass außerdem der Fokus in anbetracht der Vorliebensabfrage vornehmlich auf kostenpflichtige „Sehenswürdigkeiten“ abzielt, ist auch nicht verwunderlich.

Gezielte Werbetouren oder einzeigartige Endeckungsreisen

Trotzdem: Wem diese Bedenken einerlei sind und ohnehin Lust hat, lieber neue Läden zu entdecken oder schön essen zu gehen, statt sich versteckte Plätze, Parks und Bauten anzuschauen, dürfte mit WunderWalk reichlich Spaß haben. Zumal es auch mit dieser App möglich ist, kostenlos zugängliche Sehenswürdigkeiten in die Route einzubinden. Dies liegt jedoch in der Hand der Community, wie sie ihre Routen gestaltet. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch Unternehmer mit der Zeit gezielt Routen entwerfen, auf denen ihre Produkte vorgeschlagen werden. Seitens der Entwickler werde ohnehin langfristig eine Monetarisierung angestrebt, die vorsieht, besondere Anfragen oder beliebte „Insider-Infos“ kostenpflichtig zu machen.

Das Update verspricht Werbefreiheit

Mit der neuesten Version 1.0.6 wurde die GPS-Navigation verbessert, die Anmeldung mit der E-Mail-Adresse und das Einbinden in Favebook verbessert. Außerdem heißt es, dass man weiterhin ohne Werbung seine WunderWalk genießen könne.

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