Xbox One versus PlayStation 4: Microsoft und Sony liefern sich Schlagabtausch
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Auf der Computerspielmesse E3 in Los Angeles gaben Microsoft und Sony am Montag weitere Details zur Xbox und PlayStation 4 bekannt. Beide Spielekonsolen sollen Ende dieses Jahres erhältlich sein und ihre Vorgänger nach über sieben Jahren ablösen. Im Duell um die Gunst der Kunden lieferten sich die Firmen einen aggressiven Schlagabtausch. Während Sony die Kontroverse um die Online-Authentifizierung und der damit verbundenen Always-On-Pflicht sowie auf die Einschränkungen bei gebrauchten Spielen aufgriff, warf Microsoft hingegen Sony vor, sich beim Design der PlayStation 4 stark an der Xbox One orientiert zu haben.

Sony wird auf eine Online-Authentifizierung verzichten, während Microsoft sich in der Vergangenheit zu diesem Thema nur ambivalent äußerte. Tatsächlich benötigt die Xbox One eine regelmäßige Verbindung zum Internet, um Updates durchzuführen. Geschieht dies nicht, kann der Nutzer die Konsole allein zum DVDs-Schauen verwenden. Auch die Frage um das Verfahren bei gebrauchten Spielen sorgte für Diskussionen. Wie sich nun herausstellte, können Spiele durchaus von Freunden ausgeliehen werden, allerdings müssen diese seit mindestens einem Monat in der eigenen Xbox-Liste aufgenommen sein. Die Ausleihe ist außerdem beschränkt auf ein Mal.
 
Insbesondere Microsofts Ausleihe-Handhabung ist ein gefundenes Fressen für Sony, die dieses Thema gar in einem polemischen Werbespot aufgriffen:


 
Außerdem verkündete Sony ausdrücklich, dass keine Internet-Verbindung nötig sei, um die neue PlsyStation-Konsole zu nutzen. Wer keinen Wert auf Online-Multiplayer-Spiele setze, werde so nicht gezwungen, Online zu gehen.
 

 
Währenddessen beobachtet Suril Amin vom Microsoft News Blog, dass das Kopieren von Microsoft heutzutage ein „cool thing“ sei, da die PS4  genau so aussehe wie die Xbox One und auch Apple sich mit dem neuen Betriebssystem iOS 7 an Windows Phone orientiert habe.
 
Entschieden wird das Rennen natürlich nicht durch die Medien, sondern durch die Kunden, und hier scheint derzeit Microsoft die Nase vorne zu haben. Nach eigenen Angaben sei die Anzahl der Vorbestellungen beim Online-Händler Amazon so groß wie noch nie. So soll das Sortiment innerhalb eines Zeitraums von nur vier Stunden nahezu ausverkauft gewesen sein. Erhältlich ist die Konsole ab dem 30. November 2013 für einen Preis von 499 Dollar. Die PlayStation 4 geht mit 399 Dollar einen Monat später in den Verkauf.

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