Xing erhöht Abokosten für Schweizer
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Xing hat seinen schweizer Premium-Kunden letzte Woche per Mail mitgeteilt, dass ihre Mitgliedsbeiträge künftig in Schweizer Franken statt in Euro fällig werden. Dass die Beiträge um über 80 Prozent bei einem Zweijahres-Abo und bis zu immerhin 60 Prozent bei einer einjährigen Mitgliedschaft steigen, stand unauffällig formuliert in derselben Mail. Gegenüber den deutschen Kunden zahlen Schweizer nun fast das Doppelte für eine Xing-Premium-Mitgliedschaft.

Dagegen regt sich Widerstand. Unter dem Namen XingFail hat sich eine Gruppe von Schweizer Xing-Kunden zusammengeschlossen, um sich kollektiv gegen die radikale Preispolitik des Karrierenetzwerks zu wehren. In einer Pressemitteilung wirft die Gruppe dem sozialen Netzwerk intransparente Kommunikation, Schönfärberei und Diskriminierung von schweizer Kunden im Vergleich zu den deutschen Kunden vor. Nutzer werden zur schnellstmöglichen Kündigung aufgerufen, denn durch die Preissteigerung sei ein Sonderkündigungsrecht entstanden. Wer ab jetzt bis zu drei Wochen vor einer Verlängerung seines Premium-Abos kündigt, kann laut XingFail ohne Mehrkosten das Weite suchen.

Der Xing-Schweiz-Manager Robert Beer verteidigte die Preiserhöhung in einem Interview mit der Schweizer Zeitung 20 Minuten. Man habe nicht beabsichtigt, die Preiserhöhung zu verheimlichen. Die Preiserhöhung verteidigte er damit, dass die Preise in den letzten Jahren nie erhöht wurden, obwohl immer neue Services hinzukamen. Außerdem sei die Schweiz ein teures Land – die Kosten seien viel höher als beispielsweise in Deutschland.

Screenshot: #XingFail

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