Yahoo schreibt rote Zahlen, Marissa Mayer unter Beschuss
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Es ist nun über ein Jahr her, dass Marissa Mayer das Chefbüro von Yahoo bezogen hat: Personelle Veränderungen sowie ein neues Image und ein Redesign des Unternehmenslogos sollten eine positive Kehrtwende des Internetkonzerns einleiten.

Davon ist aber bisher nicht viel zu spüren. So ist der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 5 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar zurückgegangen.

Darüber hinaus nagten die Umstrukturierungen am operativen Gewinn, der um 39 Prozent auf 93 Millionen Dollar schrumpfte.

Marissa Mayer stand seit ihres Amtsantritts als neue CEO von Yahoo immer wieder unter Beschuss. Nachdem der Internetkonzern die Blogging-Plattform Tumblr für 1,1 Milliarden US-Dollar gekauft hatte, befürchteten Nutzer der Plattform, dass die Übernahme weitreichende Konsequenzen für die Kultur und Freiheit der Plattform haben könnte.

Das seriöse und familienfreundliche Image von Yahoo wollte nicht so recht zu den wilden Online-Sammlern und -Jägern passen. Mayer beschwichtigte und versprach, die gewachsenen Struckturen von Tumblr zu bewahren. Auch die Personalpolitik von Marissa Mayer wurde kritisch beäugt: So rief die neue Chefin unter anderem Yahoo-Mitarbeiter, die ausschließlich im Home-Office arbeiteten, wieder zurück in die Büroräume im Silicon-Valley.

Ob es sich bei den nun veröffentlichten Unternehmenszahlen nur um eine anfängliche Flaute oder um einen langzeitigen Trend handelt, werden die kommenden Monate zeigen.

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