Yahoo übernimmt Empfehlungsdienst Zofari
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Yahoo hat den Empfehlungsdienst Zofari übernommen, der auf lokaler Suche beruht. Das Startup wird mitsamt seinen vier Machern in die Hände des Suchmaschinen-Riesen übergehen.

Zofari: der Boom der virtuellen Empfehlungsdienste

Die Wirtschaft verwandelt sich vielerorts immer mehr hin zu einem virtuellen Marktplatz. Es findet immer weniger sichtbarer Austausch zwischen Dienstleistungen, Geld und Produkten statt, der Umschlagplatz verlagert sich stattdessen in das unsichtbare Netzwerk des Internets. E-Commerce erlaubt es uns außerdem, mobiler zu werden, man kann von unterwegs entdecken, sich informieren, kaufen. Der Mobile-Trend sollte von daher bei vielen Unternehmen, sei es Gastronomie, Einzelhandel oder Dienstleistung, aktiv berücksichtigt werden. Denn Empfehlungsdienste, die Nutzern speziell für sie interessante Angebote herausfiltern und vorschlagen, werden künftig eine immer größere Rolle spielen.

Einer dieser Dienste ist Zofari – eine App, die Usern passende Orte in der Umgebungheraussucht. Yahoo, welches sich nach einer erneuerten Geschäftsstrategie vermehrt auf mobile Services konzentriert, springt mit der jüngsten Akquisition also direkt auf den Zug mit auf: Mobilität durch virtuelle (automatisierte) Empfehlungen und Geschäftsabwicklung.

Zofari – das „Pandora for Places“

Zofari nennt sich selbst das „Pandora for Places“. Es soll einem dabei helfen, neue Orte zu finden, die einem gefallen. Diese errechnet die App durch andere Restaurants, Cafes oder Nachbarschaften, die der Nutzer selbst bevorzugt. Der Dienst macht sich dabei maschinelles Lernen, die Verarbeitung der natürlichen Sprache und den Bezug von Daten anderer Anbieter, wie beispielsweise Foursquare, zunutze. Kurz: Der Nutzer soll möglichst einfach neue Orte entdecken, basierend auf seinem jeweiligen Standort.

Yahoo im Mobile-Kaufrausch

Der Suchmaschinen-Riese Yahoo hat in den letzten Jahren eine wahre Kauflust an Unternehmen bewiesen, die etwas mit der Mobile-Sparte zu tun haben. Lokale mobile Suche wie sie Zofari bietet, könnte gute Möglichkeiten für Werbeeinnahmen darstellen und gleichzeitig Basis für weitere Entwicklungen im virtuellen Handel sein.

Stärkung gegen Konkurrenten wie Foursquare und Amazon

Der Kauf trägt außerdem dazu bei, gestärkter gegen Konkurrenten wie Foursquare, Groupon und Amazon zu sein, die ebenfalls auf ihre große Chance in der mobilen Geschäftswelt warten. Dem gleichen Ziel folgend, kaufte wohl Open Table die Restaurant-Empfehlungssapp Ness und ging der lokale Rezensionsdienst Alfred in die Hände Googles über.

Der 2012 gegründete Dienst Zofari jedenfalls zeigt sich in einem Blogpost erfreut über die Übernahme:

After meeting some of the amazing folks on the Yahoo Search team and hearing about their vision, the decision for our team to join Yahoo was an easy one. We can’t talk about what we’re working on yet but needless to say we are very, very excited.

Der genaue Kurs der fusionierten Unternehmen wird also noch als Geheimnis behandelt. Auch über den Kaufpreis der Transaktion wurde Stillschweigen bewahrt. Die App ist weiterhin für iOS und Android zu haben.

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