Frisches Kapital für Yik Yak

Yik Yak: anonyme Messaging App sammelt 62 Mio Dollar ein
Kommentare

Die anonyme Messaging-App Yik Yak konnte in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 62 Millionen Dollar einsammeln. Der vor allem an US-Colleges beliebte Dienst wird damit auf bis zu 400 Millionen Dollar bewertet und ist ein Beweis dafür, dass eine klischeehafte Startup- Story à la Facebook und Tinder heutzutage auch bei anonymen Apps möglich ist.

Yik Yak überzeugt Investoren

Der Hauptteil der Kapitalspritze stammt von Sequoia Capital, das bereits in den beliebten Instant-Messaging-Dienst WhatsApp investiert hat, bevor dieser von Facebook aufgekauft wurde. Für das in Atlanta basierte Startup Yik Yak ist es bereits die dritte Finanzierungsrunde seit dem Launch vor einem Jahr. Der Deal zeigt, dass Investoren weiterhin bereit sind, Geld in soziale Apps zu stecken — obwohl der Markt bereits mehr als überfüllt ist.

Yik Yak funktioniert wie ein anonymes, lokales schwarzes Brett

Yik Yak wurde im letzten November von Tyler Droll und Brooks Buffington, zwei College-Absolventen der Furman University in South Carolina, gegründet. Seitdem hat sich der Dienst rapide von Campus zu Campus verbreitet. Das Ganze funktioniert wie ein anonymes, lokales schwarzes Brett: Menschen, die sich in der gleichen Gegend aufhalten — einem Campus oder einem Stadtteil — können Posts und Antworten auf Posts verfassen, die 200 Zeichen nicht überschreiten dürfen und für die keine Namen oder Decknamen nötig sind.

Kritik: Yik Yak begünstigte an einigen Highschools Cyber-Mobbing

Die App stand bereits in der Kritik, da sie an einigen Highschools zum Cyber-Mobbing missbraucht wurde. Das Startup versuchte diesem durch Geofencing entgegenzuwirken, das die Nutzung an Highschools verhindern sollte. Die Probleme konnten jedoch nicht gänzlich eliminiert werden. Bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird, ist Yik Yak daher erst ab 18 nutzbar.

Anonyme Apps liegen im Trend

Der Trend hin zum anonymen Chatten formt sich zur Zeit immer deutlicher. Apps wie Secret und Whisper reihten sich in diesem Jahr mit in die Auswahl ein. Zudem soll sogar Facebook, das seither mit seiner Klarnamen-Regelung den Standpunkt eines identitätsgebundenen sozialen Netzwerks verfochten hat, an einer anonymen App arbeiten.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -