YouTube bald kostenpflichtig?
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Ein Besuch bei YouTube gehört für viele User zum täglichen Ritual: Ob als geteilter Inhalt auf Facebook, als Zeitvertreib am Abend auf der Couch oder für einen kleinen Lacher mit Kollegen im Büro: Ein Klick, und alles ist kostenlos verfügbar. Wie adage.com berichtet, könnte sich das bald ändern, denn angeblich bereitet YouTube derzeit verschiedene kostenpflichtige Angebote für besonders beliebte Kanäle vor. Damit würde YouTube einen weiteren Schritt in Richtung Online-Fernsehen gehen, ähnlich wie zum Beispiel Netfllix, und gleichzeitig neue Werbekunden gewinnen. Sollte sich diese Meldung bestätigen, würde das Premium-Angebot deutsche User besonders hart treffen. Denn die Auswahl an YouTube-Videos ist hierzulande besonders begrenzt.

Grund dafür sind deutsche Urheberrechtsgesetze und die GEMA, die hierzulande rund 60 Prozent, also 610 der 1.000 meist geklickten Videos einen Riegel vorschieben. Damit sind ein Deutschland weltweit mit Abstand die meisten YouTube-Videos gesperrt – gefolgt vom Südsudan mit 152 Videos und dem Vatikanstaat mit 51. Videos von Künstler wie Justin Bieber, Lady Gaga, Beyoncé, Michael Jackson und Alicia Keys sind von der Sperre betroffen. Die Begründung lautet beim Großteil der Clips immer gleich: „…weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden“.

Die Betonung liegt dabei auf „möglicherweise“, denn nur bei 8,4 Prozent aller Videos liegen definitiv bestehende Rechtsprobleme vor. Immerhin erfährt der User damit, warum er das gewünschte Video nicht zu sehen bekommt.

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