YouTube knackt Milliarden-Marke
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Im vergangenen Monat nutzten rund eine Milliarde Menschen YouTube. Damit stellte die weltweit größte Video-Plattform einen eigenen Rekord auf, denn rein rechnerisch bedeutet dies, dass fast jeder zweite Internet-User Youtube regelmäßig nutzt.

Insgesamt landet YouTube den neuesten Zahlen der Analysefirma Alexa zufolge auf Platz Drei der meist besuchten Internetseiten – hinter Spitzenreiter Google und dem Zweitplatzierten Facebook. Facebook knackte die Milliarden-Marke bereits im Oktober letzten Jahres. Platz Vier belegt Amazon, gefolgt von Ebay auf Platz fünf. In der Studie führten rund elf Prozent der Suchanfragen auf Google zu Youtube-Seiten und jeder User verbrachte im Durchschnitt ganze 20 Minuten mit dem Schauen von Videos. Am häufigsten nutzen die Deutschen das Video-Portal von Zuhause aus – oder in der Schule. Interessant ist dabei auch, dass sich das Portal insbesondere bei den Internetnutzern ab 65 aufwärts großer Beliebtheit erfreut.

Nicht zuletzt aufgrund des mobilen Internets wachsen die Nutzerzahlen, die YouTube selbst mit „hundreds of millions“ beziffert, stetig. Gleiches gilt für die Anzahl der Beiträge auf dem Portal. So werden nach eigenen Angaben des Unternehmens pro Minute circa 72 Stunden an Videomaterial von Usern weltweit hochgeladen. Das Video, das den Charts zufolge heute die meisten Klicks erhalten hat, zeigt unter anderem einen Achtjährigen, der eine Einundsechzigjährige heiratet und wurde inzwischen bereits fast 460.000 Mal aufgerufen. Ungeschlagen auf Platz 1 ist und bleibt jedoch Gangnam Style mit 1,5 Milliarden Klicks.

Auch weiterhin arbeitet YouTube an steigenden Nutzerzahlen und versucht mit Blockbustern, den US-Videodiensten Hulu oder Netflix Konkurrenz zu bieten. Doch es gibt auch dunkle Wolken im rosaroten Videoland. Hierzu gehören das Mohammed Video und andere Videos, deren jugendgefährdende Inhalte große Viralität erleben – aber sicherlich auch die GEMA.

Schließlich finden YouTube-Nutzer in Deutschland vergleichsweise häufig den Hinweise, dass ein Video aus GEMA-rechtlichen Gründen hierzulande nicht abspielbar ist. Genau genommen sind rund 61,5 Prozent des YouTube Contents für uns gesperrt. Mit diesem Wert machen wir dem Vorurteil von deutscher Genauigkeit alle Ehre, denn kein anderes Land verbietet annähernd so viele Clips wie wir. Dabei wäre die GEMA selbst grundsätzlich an einer Freigabe der Videos interessiert – gegen Bezahlung versteht sich. Da diese einem Vielfachen dessen entspricht, was Plattformen in anderen Ländern für die Veröffentlichung ihrer Clips auf YouTube zahlen müssen, werden wir mit Sicherheit auch in Zukunft anstatt eines Videos folgenden Hinweis sehen:

Für alle, die es noch nicht wussten: Dies war übrigens das allererste Video, das auf YouTube zu sehen war:

Quelle Aufmacherbild: http://www.youtube.com/watch?v=bLwb-uptH4c

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