Zweite Redtube-Abmahnwelle
Kommentare

Im Rechtsstreit um die Legalität der Streaming-Angebote im Netz geht es in die nächste Runde. Im Redtube-Fall drohen neue Abmahnungen. 

Nach der ersten Abmahnwelle, die in der Weihnachtszeit mehr als 20.000 Nutzer des Porno-Portals Redtube mitriss, könnten nun weitere Anzeigen folgen. Der Vorwurf bleibt geich: das Streamen von Sexfilmen stelle eine Urheberrechtsverletzung dar. Das Justizministerium der Bundesregierung hat sich zwar schon in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu dem Thema geäußert und das Ansehen von Videostreams als „urheberrechtlich unbedenklich“ bezeichnet, doch die Anklage im Fall Redtube zeigt sich unbeeindruckt. Die Kanzlei U+C droht mit weiteren Abmahnungen.

Bei dem Online-Streamen bewegt man sich immer noch in einer Grauzone. Auch die Bundesregierung betonte, dass es sich bei ihrer Aussage keineswegs um ein Gesetz handeln würde. Die höchstrichterliche Rechtsprechung fehlt noch. Entsprechend gibt es noch keine Entwarnung für die Angeklagten im Redtube-Fall.

Allerdings muss sich Kanzlei-Chef Urmann mittlerweile selbst in Acht nehmen. Die Rechtsanwaltskanzlei Müller Müller Rößner stellte gegen ihn eine Strafanzeige im Namen mehrerer Abgemahnter. Neuer Vorwurf: besonders schwere Erpressung oder Betrug. Wie es in diesem Streitfall weitergehen wird, bleibt abzuwarten. Urmann behält derweil eiserne Nerven: „Ich bin absolut nicht nervös. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ja gestern mitgeteilt, dass sie noch keinen konkreten Anfangsverdacht hat.“ 

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -