Welche Programmiersprache am meisten gefragt ist – und mit welcher man am meisten verdient
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Eine Analyse von 1.5 Millionen Technologie-Jobangeboten haben die Blogger von msgooroo vorgenommen. Das Ergebnis: JavaScript ist die von Unternehmen am meisten angefragte Sprache. Für Java-Entwickler wird aber am meisten gezahlt.

Sprachen, Jobs, Gehälter

Die Analyse bezieht Daten von Januar bis Juni 2014 aus verschiedenen Job-Portalen in den Ländern USA, GB und Australien ein. In einem ersten Schritt werden die 14 untersuchten Sprachen in die Kategorien „Established Leaders“ (JavaScript, C#, Java), „Followers“ (PHP, Python, Perl, Ruby, Objective-C, Ruby-on-Rails, VBA) und „Niche“ (Clojure, Haskell, Lisp, Fortran) eingeteilt. Darüber ließe sich sicher trefflich streiten, nehmen wir aber mal so hin – for the sake of argument.

Die etablierten Sprachen sind nun laut Analyse diejenigen, die auch stark angefragt werden:

  1. JavaScript (wird in 14% aller Tech Jobs gefragt)
  2. C# (wird in 9% aller Tech Jobs gefragt)
  3. Java (wird in 8% aller Tech Jobs gefragt)

Mit deutlichem Abstand folgen PHP, Python, Perl, Ruby und Objective-C. Die Anfragen für Clojure, Haskell, Lisp und Fortran sind nur marginal. Msgooroo folgert: So populär Nischensprachen in der Community oder auf Seiten wie GitHub oder Hacker News auch sind, sie bieten (noch) keine Grundlage für eine stabile Arbeitssituation.

Was die Gehälter anbelangt, so sieht die Rangliste bei den „etablierten Sprachen“ wie folgt aus:

  1. Java: 85.000 US-Dollar
  2. C#: 77.500 US-Dollar
  3. JavaScript: 75.500 US-Dollar

Doch die „Follower“-Sprachen liegen hier nicht unbedingt darunter:

  • Ruby/Ruby-on-Rails: 85.000 US-Dollar
  • Objective-C: 83.000 US-Dollar
  • Python: 78.500 US-Dollar
  • Perl: 75.500 US-Dollar
  • PHP: 71.000 US-Dollar

Lediglich in der Nische verdient man deutlich weniger:

  • Clojure: 52.000 US-Dollar
  • Haskell: 47.000 US-Dollar
  • Lisp: 45.000 US-Dollar
  • Fortran: 38.000 US-Dollar

Sprachen und Job-Chancen

Wie immer sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Allenfalls beschreiben sie eine statistische Verteilung von gefragten Sprachen-Skills und durchschnittlich gebotenen Gehältern. Logische Zusammenhänge zwischen Sprachen und Gehältern oder gar Rückschlüsse auf Dinge wie Job-Chancen lassen sich nicht ohne weiteres ziehen.

Lisp und Fortran dürften beispielsweise vor allem im akademischen Umfeld eine Rolle spielen, nicht aber auf dem Arbeitsmarkt. Nicht auszuschließen ist es dennoch, dass man gerade auch in der Nische hohe Gehälter erzielen kann, da man mit Spezialwissen weniger Konkurrenz zu fürchten hat. Ebenso sind Berufserfahrung, Job-Position (Entwickler, Architekt, Manager, Admin, Datenbank-Spezialist, Q&A, etc.) und lokale Unterschiede zu beachten, will man herausfinden, welche Gehaltschancen man mit seinem persönlichen Skill-Set hat.

 

 

 

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