Wenn Freunde zu Feinden werden oder Microsoft macht den eigenen Partnern Konkurrenz
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Dass sich Microsofts Hardware-Partner über die Ankündigung des Surface Tablets, der ersten eigenen Computer-Hardware direkt von Microsoft, nicht freuen würden, haben wir uns schon länger gedacht. Hatte

Dass sich Microsofts Hardware-Partner über die Ankündigung des Surface Tablets, der ersten eigenen Computer-Hardware direkt von Microsoft, nicht freuen würden, haben wir uns schon länger gedacht. Hatte Microsoft dieses neue Konkurrenzverhältnis bisher noch geleugnet, spricht der alljährliche Report an die US Securities and Exchange Commission (SEC) nun eine gänzlich andere Sprache.

Im Tablet-Bereich herrsche generell eine harte Konkurrenz, so Microsoft in besagtem Schriftstück. Das Surface Tablet könne diese Situation erstens weiter zuspitzen und zweitens zu einem Spannungsverhältnis mit den Hardware-Partnern des Unternehmens führen. Diese könnten sich vernachlässigt, gar zur Seite gedrängt fühlen und sich im schlimmsten Falle sogar von der Zusammenarbeit mit Microsoft abwenden.

Even if many users view these devices as complementary to a personal computer, the prevalence of these devices may make it more difficult to attract applications developers to our platforms. In addition, our Surface devices will compete with products made by our OEM partners, which may affect their commitment to our platform.

Auf der Eröffnungs-Keynote der Worldwide Partner Conference in Toronto im vergangenen Monat hatte CEO Steve Ballmer den Konkurrenzaspekt noch herunter gespielt und verlauten lassen:

Surface is just a design point. It will have a distinct place in what’s a broad Windows ecosystem. And the importance of the thousands of partners that we have that design and produce Windows computers will not diminish. We have a mutual goal with our OEM partners to bring a diversity of solutions, Windows PCs, phones, tablets, servers, to market. And what we seek to have is a spectrum of stunning devices, stunning Windows devices.

Im Oktober werden wir die Auswahl haben zwischen Windows 8 Tablets von Microsoft, Lenovo, Asus, Toshiba, Samsung und Dell – wer die Windows-Lizenzen bekommt, durften die Hersteller der darin enthaltenen Chips entscheiden. Auch wenn sich diese Hardware-Partner nun möglicherweise an die Seite gedrängt fühlen: Eine echte Alternative zu Windows gibt es für sie nicht. Immerhin ist das freie Betriebssystem Linux bei der Masse der Käufer nicht allzu beliebt. Scheint so, als ob die Hardware-Partner abhängiger von Microsoft sind als umgekehrt.

Wenigstens hat der Software-Riese aus Redmond, Washington versprochen, seinen Partnern zumindest preislich gesehen keine Konkurrenz zu machen. Die Preise der verschiedenen Varianten des Surface Tablets werden die der Konkurrenz nicht unterbieten, sondern mit ihnen in einer Reihe stehen.

Zerstört das Surface Microsofts gutes Verhältnis zu den Hardware-Partnern?
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