Werbetext-Interfaces erstellen – mit diesen Tipps wird das Interface zum Erfolg
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Für den Erfolg einer Website spielen viele Faktoren eine Rolle; nur einer davon ist das User Interface. Doch da fangen bei vielen Websites die Probleme bereits an.

Das User Interface soll dem Nutzer bei der Bedienung der Seite helfen, oft sorgt es aber durch leicht vermeidbare Fehler beim Erstellen des Werbetext-UI beim User nur für Verwirrung. Jerry Cao betrachtet daher einige Methoden, mit denen das Schreiben des User Interface zum Erfolg wird.

Eindeutige Formulierungen wählen

Beim Webdesign – und insbesondere beim Design des User Interface – gibt es zahlreiche Stolpersteine, die Webdesignern das Leben schwer machen und beim User am Ende für Verwirrung sorgen können. Dabei lassen sich gerade bei den Formulierungen des UI mit dem Beachten einiger simpler Methoden bereits viele Fehler vermeiden.

So spielt die Wahl der richtigen Worte beim Interface-Design eine wichtige Rolle, vor allem dann, wenn der User zu einer direkten Interaktion mit der Seite aufgefordert wird. Oberste Priorität sollte darum die Klarheit der gewählten Formulierungen haben und möglichst wenig Platz für vage Ausdrücke gelassen werden. Beispielsweise gibt es Unterschiede zwischen den Begriffen „Speichern“ und „Submit“; genauso ist eine Filter-Funktion nicht immer gleichbedeutend mit einer Suche.

Meist handelt es sich dabei nur um kleine, dafür aber wichtige Unterschiede. Auch eindeutige Titel sowie kurze Erklärungen, was der Klick auf den „Next“- oder „Continue“-Button bewirkt, kann ebenfalls für ein hilfreicheres Interface sorgen.

Jargon und unnötige Worte vermeiden

Ein häufiges Problem ist auch die Verwendung spezifischer Begriffe oder von Jargon im UI. Dabei nimmt man an, dass die User detailliert mit der Materie vertraut sind, allerdings ist das oft gar nicht der Fall. Muss ein User erstmal das Wörterbuch bemühen, um die Beschreibungen im UI zu verstehen, ist es Zeit, an den Formulierungen zu feilen und diese an die Zielgruppe der Seite anzupassen.

Wichtige Worte sollten zudem immer an den Anfang gestellt werden. So wird die Aufmerksamkeit des Users direkt auf die wichtigen Informationen gelenkt und für ein effektiveres Interface gesorgt. Inline Form Validation ist dabei eine gute Methode, um das Interface bei einem Formular nicht durch die Beschreibung der einzelnen Formularfelder unnötig aufzublähen.

Genauso sollten unnötige Worte aus dem Interface gestrichen werden. Dabei gilt die Regel, so viele Informationen wie nötig in so wenig Worten wie möglich zu geben, ohne die Bedeutung der Informationen zu verlieren.

Auf den Ton und die Lesbarkeit kommt es an

Noch vor einiger Zeit waren Werbeanzeigen in umgangssprachlichen Ton eher rar, sodass sie aus der Masse an Produktanzeigen deutlich herausstachen. Mittlerweile bedient sich fast jedes Unternehmen einer solchen Werbestrategie, sodass es für sie immer schwerer wird, gleichzeitig ihre Brand-Persönlichkeit beizubehalten und clevere Anzeigen abzuliefern.

Überschriften und Buttons sollten darum eindeutig formuliert sein, um nicht falsch verstanden zu werden. Stattdessen kann man dem Produkt in einer Unterüberschrift und dem Produkttext eine persönliche Note verleihen. Dazu sagt Jerry Cao:

Clarity is prioritized over personality for key interactions

Genauso gilt für die Unternehmenspersönlichkeit, dass sie den Nutzern nicht aufgezwugen werden sollte:

a company personality is not something you want to force or self-consciously build – it should emerge organically and truthfully.

Auch die Lesbarkeit spielt eine wichtige Rolle. Zwar muss bei Werbeanzeigen nicht immer nur auf kurze Texte zurückgegriffen werden, allerdings sollten lange Texte durch die passende Typografie, einen ansprechenden Content und das passende Layout aufgewertet werden. So sollten wichtige Informationen immer zuerst kommen und das Layout dem typischen Lesepattern folgen, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, die für ihn relevanten Informationen möglichst schnell zu filtern.

Auf Microcopy-Content achten

Nicht nur der Hauptcontent der Website muss gut durchdacht sein, auch der Microcopy-Content spielt für die User Experience bei der Nutzung der Seite eine wichtige Rolle. So können Erklärungen an den richtigen Stellen – zum Beispiel beim Einkaufsprozess in einem Online-Shop – die Bedienung der Seite für den Nutzer erheblich vereinfachen. Mit einfachen Usability-Tests können solche Schwachstellen jedoch leicht aufgespürt und behoben werden – oft ohne das gesamte Design neu gestalten zu müssen.

Es wird deutlich, dass es einiges gibt, worauf beim Design des UIs geachtet werden muss. Die hier vorgestellten Guidelines sollten jedoch eine gute Grundlage liefern, auf welche Stolpersteine geachtet werden muss und wie der Fokus auf das, was man vermitteln will, zu einem besseren User Interface und damit zu einer besseren User Experience beitragen kann.

Aufmacherbild: Office desk mock up template with table, smart phone, notebook and cup of coffee. View from above with copy space. von Shutterstock / Urheberrecht: Maglara

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