Wie bringt man IT-Architektur ins Unternehmen (Teil 2)
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Der vierte Subprozess ist IT-Architektur verbessern. Dies ist der Rückkopplungsprozess aus der Praxis, mit dem sich IT-Architektur evolutionär weiterentwickeln kann. Gegenstand der Weiterentwicklung

Der vierte Subprozess ist IT-Architektur verbessern. Dies ist der Rückkopplungsprozess aus der Praxis, mit dem sich IT-Architektur evolutionär weiterentwickeln kann. Gegenstand der Weiterentwicklung sind nicht nur die Ergebnisse des ersten Subprozesses IT-Architektur spezifizieren, sondern auch die Ergebnisse und Aktivitäten der anderen Subprozesse. Hier gilt es Fehler zu korrigieren, Verbesserungspotenzial zu nutzen und nicht praktikable Lösungen zu eliminieren. Eine Überprüfung von Ergebnissen in regelmäßigen Abständen ist angebracht, um Aktualität sicherzustellen. Dies bringt uns dazu, einen Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Aktivitäten in den Subprozessen zu werfen.

Ergebnisse

Neben vielen Teilergebnissen ist das Hauptartefakt des Prozesses IT-Architektur spezifizieren ein in sich stimmiges Werk aus Regeln, Handlungsanweisungen und Mustervorlagen, die für die IT eines Unternehmens gelten sollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Artefakte dieses Werkes aus einem anerkannten Framework stammen oder durch die IT-Architekten selbst erstellt wurden (nicht alles muss neu erfunden werden). Wichtig ist, dass die Artefakte zueinander kompatibel sind. Durch die Vielzahl der Artefakte geht schnell die Übersicht verloren und ein wenig Strukturierung hilft Erstellern und Nutzern, sich besser zurechtzufinden, wobei folgende grobe Themeneinteilung sich in der Praxis bereits bewährt hat.

Die Themenbereiche Anwendungsarchitektur und Betriebsarchitektur (technische Architektur) entsprechen der allgemeinen Einteilung der IT in die Bereiche „Build“ und „Run“. Die Themenbereiche Sicherheit und Integration sind Querschnittsthemen (Abb. 3) und betreffen sowohl Anwendungs- als auch Betriebsarchitektur. Weitere thematische Einteilungen in der Anwendungsarchitektur sind Folgende:

  • Anwendungslandschaft
  • Servicedomänen
  • Servicespezifikationen und Interfaces
  • Struktur und Methoden zum Bau von Applikationen
  • Dokumentationsregeln und Vorlagen

Die Betriebsarchitektur unterteilt sich zum Ersten in Anwendungen und Runtime-Plattformen:

  • Mainframe
  • Dezentrale Systeme
  • Datawarehouse

Zum Zweiten in Hardware und Operating-Systeme:

  • Betriebssoftware
  • Hardware
  • Netzwerke/Speicher

Zum Dritten in Service und Betriebsregelungen:

  • Emergency- und Recovery-Verfahren
  • Help und Service Desk
  • Test- und Inbetriebnahmeverfahren

Bei den Querschnittsthemen ist Sicherheitsarchitektur das wichtigste Thema. Sie unterteilt sich folgendermaßen:

  • Identifizierung und Authentifikation
  • Autorisierung
  • Nicht-Abstreitbarkeit (non repudiation)
  • Audit/Log und Monitoring
  • Kommunikationssicherheit

Bei der Integrationsarchitektur ist folgende Einteilung sinnvoll:

  • Servicekatalog/Inventar
  • Richtlinien für Servicetypen (Synchron, Asynchron, Bulk)
  • Serviceschnittstellen
  • Integrationsbereiche: logisch, technisch
  • Middleware/Serviceinfrastruktur: Service, Event, Workflow, Bulk
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