Wie Ebay Magento ganz schlucken wird
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Im Herbst fällt Magentos Selbstständigkeit wie die Blätter der meisten Bäume hierzulande. Dann ist es soweit und Ebay übernimmt das wohl größte E-Commerce-System der Welt zu 100 Prozent. Bereits

Im Herbst fällt Magentos Selbstständigkeit wie die Blätter der meisten Bäume hierzulande. Dann ist es soweit und Ebay übernimmt das wohl größte E-Commerce-System der Welt zu 100 Prozent. Bereits vor fast einem Jahr bröckelte die Bastion Magento, als etwa die Hälfte an die Ebay-Tochter PayPal ging. Seit letzter Woche herrscht nun Klarheit darüber, dass Magento komplett an Ebay geht.

Magento wird als Teil von Ebays neuer E-Commerce-Plattform X:Commerce eine von drei Säulen neben Ebay und PayPal stellen. Alleine durch den Erfolg der letzten drei Jahre, kann Magento als dicker Fisch betrachtet werden, der Ebay ins Netz gegangen ist. Hinter Magento steht mittlerweile eine starke Community, die durch den Open-Source-Ansatz zu einem zentralen Element des modernen E-Commerce geworden ist.

Wie geht es nun weiter?

Magento soll als eigenständiges Produkt und Teil der X:Commerce-Plattform weitergeführt werden. Nach aktuellen Angaben von Ebay und Magento soll sich durch den Deal an den bestehenden Verträgen und Kundenbeziehungen nichts ändern. Auch neue Produkte werden fortentwickelt, wie Magento Mobile, Magento Go oder Magento 2. Langfristig dürfte Magento in die X:Commerce-Plattform hineinwachsen, auch wenn kurzfristig davon erst mal wenig zu spüren sein wird.

Auch an der Spitze von Magento wird sich auch nichts ändern, so bleiben Roy Rubin und Yoav Kuttner am Ruder. Matthew Mengerik, der Kopf hinter dem Entwickler-Team der X:Commerce-Plattform wird jedoch stärker miteinbezogen. In Ebays neuem Portfolio wird sich Magento weiter an kleine und mittlere Business-Kunden richten, während von GSI – Ebay erwarb das Unternehmen erst Ende März – Großkunden wie HP oder Ralph Lauren bedient werden.

Eine der großen Sorgen der Magento-Gemeinde bei der Übernahme durch Ebay dürfte die Frage nach der Fortführung des Open-Source-Ansatzes gewesen sein. Ebay versucht die Community zu beruhigen und versichert, dass sich daran nichts ändern soll. Ebay sieht Magento und X:Commerce als offene Plattform, bei der auch externe Anbieter entsprechende Lösungen und Module anbieten können. Wie viel sich Ebay Magento eigentlich hat kosten lassen, bleibt vorerst geheim.

via Webshopnews

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