WIMBoot reduziert OS-Speicherverbrauch für Windows 8.1 Update
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In der Vergangenheit haben sich viele Besitzer von Windows-Tablets darüber geärgert, dass vom Speicherplatz Ihres Tablets nicht mehr viel übrig bleibt, wenn man den Speicherplatz abzieht, den das Betriebssystem selbst in Anspruch nimmt. So standen Nutzern des Surface 1 in der 32-Gigabyte-Variante beispielsweise effektiv nur 16 Gigabyte zur Verfügung.

Mit dem Windows 8.1 Update setzt Microsoft nun an genau diesem Kritikpunkt an. Die Technologie WIMBoot, kurz für Windows Image Boot, sorgt in allen SKUs dafür, dass das Betriebssystem auf einem Windows-Gerät weniger Speicherplatz verbraucht als zuvor.

Neuerdings werden nicht mehr wie bisher alle Windows-Dateien aus einem Installationspaket entpackt und auf einer Partition abgelegt. Die neue WIM-Datei liegt stattdessen – weiterhin verpackt – in einer eigenen Images-Partition. Windows wiederum erstellt Pointer Files im Standardlaufwerk C, die auf diese WIM-Datei verweisen. Vereinfacht ausgedrückt: das System muss die erforderlichen Dateien von nun an selbst finden. Die WIM-Datei kann dabei übrigens auch als Recovery Image verwendet werden.

Durch diese neue Technik bleiben bei einer SSD-Hardware mit 16 Gigabyte Speicherplatz ganze 12 Gigabyte für den Nutzer frei. 3 Gigabyte davon benötigt die WIM-Datei und ein bisschen Overhead muss ebenfalls eingerechnet werden. Vor WIMBoot hingegen stünden dem Benutzer nur mehr 7 Gigabyte zur freien Verfügung bereit.

Der einzige Nachteil an WIMBoot ist, dass die Performance der Geräte ein wenig darunter leidet. Genaue Messungen hierzu gibt es allerdings noch nicht.

Aufmacherbild: Computer floppy disk closeup on white von Shutterstock / Urheberrecht: Ingvar Bjork

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