Windows 10 ein Kulturwandel? – Die BASTA! Spring 2015 ist eröffnet
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Veränderung an allen Fronten – unter diesem Leitsatz wurde im Frühjahr 2014 die BASTA! eröffnet, frisch nach Amtsantritt von Satya Nadella als neuem CEO bei Microsoft, der dem Software-Riesen nichts Geringeres als Transformation, Innovation statt Tradition und Veränderung an allen Fronten auf die Fahnen geschrieben hat.

Und seitdem blieb tatsächlich nichts, wie es war. Eine neue Generation der IT hat sich breitgemacht und vor allem Microsofts neue Offenheit unter dem Motto „Mobile first, Cloud first“ hat sich deutlich abgezeichnet. Und nicht zuletzt mit Windows 10 wird eine neue Ära eingeläutet, mit der Microsoft einiges verspricht.

Und so steht auch die BASTA! Spring 2015 ganz unter dem Zeichen der Veränderung, die Microsoft mit seinen rasanten Entwicklungen vorangetrieben hat. Und Mut zur Veränderung werden auch die Entwickler haben, die heute Morgen den Keynote-Saal der BASTA füllten, die auch dieses Jahr wieder im Darmstädter Maritim Rhein-Main Hotel stattfindet.

“Endlich gibt es etwas wirklich neues, einen neuen Scope“

Als Begrüßungs-Warm-Up fasst Mirko Schrempp, Redakteur des Windows Developer, die neuesten Entwicklungen des Microsoft–Universums zusammen. Klarer Fokus: Windows 10. Denn mit seinem neuen Betriebssystem will Microsoft erreichen, was es mit Windows 8 nicht geschafft hat: ein einheitliches Entwicklungs- und Nutzungserlebnis, das alle „lieben“, so Nadella zuletzt. Mit Windows 10 sollen außerdem immer mehr Produkte und Services von Microsoft auf den Markt kommen, die Open Source oder Cross-Plattform sind. Doch bei all diesen augenscheinlichen Vorteilen steht die begründete Frage im Raum, mit welchen Chancen und Herausforderungen Entwickler rechnen können, die unmittelbar von diesen Umwälzungen  betroffen sind. Die Kernfrage außerdem: ist Windows 10 ein Kulturwandel ?

© Software and Support Media

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Genau diesen Fragen ging Schrempp zusammen mit Jörg Neumann, Acando/Thinktecture AG, Oliver Sturm, DevExpress und Thomas Claudius Huber, Trivadis AG, in einer angeregten Diskussionsrunde nach. In einem Punkt sind sich alle drei einig: gerade die Open Source Bewegung ermöglicht es Entwicklern, die gesamte Bandbreite der IT zu bedienen, ohne auf die gewohnte Umgebung, Tools, oder gar Sprache verzichten zu müssen. So lassen sich Technologien in Xamarin und Apache Cordova integrieren und Cross-Plattform-Apps entwickeln, die auf allen Plattformen laufen. „Alles was Entwickler tun müssen, ist minimale Anpassungen durchzuführen. Spezielle Kenntnisse sind nicht mehr erforderlich“, so Schrempp. Begünstigt wird dies zudem gerade dadurch, dass .NET 5 jetzt modular aufgebaut ist.

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Was den Kulturwandel anbetrifft, sieht Neumann vor allem einen deutlichen Vorteil: „Die Microsoft-Welt wird bunter. In der Vergangenheit hat Microsoft zu lange im eigenen Saft geschmort und lediglich alle paar Jahre ein neues Framework oder eine neue Library herausgebracht. Doch trotz dieser Neuerungen kamen Entwickler immer wieder zum selben Ergebnis: einer App, die nur auf der Windows Plattform läuft“. Microsoft habe nun endlich begriffen, dass Nutzer längst nicht nur Windows-Geräte nutzen, und dass es an der Zeit ist, sich breiter aufzustellen. Die schönste Nachricht für Entwickler laut Neumann: “Endlich gibt es wirklich etwas neues, einen neuen Scope“. Auch Sturm bewertet den geistigen Umstieg Microsofts positiv. Microsoft sei mit seiner Open-Source-Bewegung zwar kein Vorreiter, schlage aber einen vielversprechenden Weg damit ein, von den vergangenen Traditionen abzurücken. „In der Vergangenheit hat Microsoft nicht offen genug auf andere geschaut – das hat sich jetzt geändert.“

Rückbesinnung auf Enterprise-Kunden

Huber sieht vor allem die Rückbesinnung auf die Enterprise-Kunden positiv. Denn aus eigener Erfahrung weiß er, dass vor allem hier ein Markt zu finden ist. „Microsoft stützt sich mit seinem Betriebssystem auf die besten Technologien. Aber für eine Plattform ist nicht die Technologie, sondern der Markt dahinter entscheidend. Dann kommen auch die Entwickler“, so Huber.

Alle drei erkennen zudem: Windows 10 klingt nach Windows 1.0. Das klingt nach Anfang. Und der ist Microsoft mit seinem Umschwung und seiner neuen Offenheit sicher gelungen.

Sie konnten nicht live vor Ort sein? Kein Problem, hier das Video:

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