Windows-10-Konsole: das sind die Neuheiten
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Am 30. September stellte Microsoft die Windows 10 Technical Preview in Los Angeles vor. Damit einhergehend zeigt das Unternehmen grundsätzliche Änderungen an der Kommandozeilenkonsole. Einiges, das von den Nutzern schon lange gefordert wurde, will Microsoft nun in Windows 10 umsetzen.

CMD, PowerShell und Kommandozeilen von anderen Anbietern sind zeichenbasierte Anwendungen, die allesamt in conhost.exe laufen. Conhost.exe ist verantwortlich für Tastatur- und Mausinteraktionen, das Darstellen von Text auf dem Bildschirm, die Bereitstellung von Speicherpuffern und APIs für Anwendungen. Und genau an dieser Komponente schraubt Microsoft in diesen Tagen. Alte, seit Windows Vista bekannte Funktionalitäten werden dabei in einer DLL zur Verfügung gestellt, die bei Bedarf geladen wird. Zusätzlich kommt nun neuer Code von Microsoft, der aus neuen separaten Komponenten geladen und in der Windows-10-Konsole zur Verfügung gestellt wird. Microsoft macht damit die alte Konsole zu einer Legacy-Anwendung, die nur bei Bedarf geladen wird. Weitere Änderungen werden bspw. am Zeilenpuffer und an der Zeichenlogik vorgenommen.

Einige Neuigkeiten im Detail

  • Fenstergröße: Die Größe des Konsolenfensters in Windows 10 kann nun mit der Maus angepasst werden. Dabei passt sich der Puffer der Konsole mit dem Fenster an. Wird das Fenster vergrößert, so vergrößert sich auch der Puffer. Wird das Fenster verkleinert, so auch der Puffer, wobei der längste Inhalt in der Konsole die Minimalgröße darstellt. Umwege über den Eigenschaftendialog sind nicht mehr nötig.
  • Zeilenumbruch: Die Konsole beherrscht jetzt auch automatische Zeilenumbrüche.
  • Zeilenmarkierung: Ausgaben im Konsolenfenster konnten bisher nur im Blockmodus mit der Maus markiert werden. Das ist nun nicht mehr der Fall. Standardmäßig kann nun zeilenweise mit der Maus selektiert werden. Der Blockmodus ist mit gehaltener ALT-Taste weiterhin möglich.
  • Tastenkombinationen: Ab Windows 10 können in der Konsole auch endlich die bekannten Tastenkombinationen zum Editieren von Text verwendet werden. Darunter fallen z.B. STRG+C zum Kopieren und STRG+V zum Einfügen von Text, STRG+Pfeiltasten zum Navigieren in der Konsolenausgabe usw. Eine altbekannte Selbstverständlichkeit für Texteditoren hält nunmehr endlich Einzug in die Windows-Konsole.
  • Unterstützung hoher DPIs: Mit Windows 8.1 führte Microsoft ein neues API ein, das für die Unterstützung hoher DPIs gedacht ist. Mit diesem API ist es nun möglich, Konsolenfenster auf hochauflösenden Displays benutzbar anzuzeigen.
  • Transparenz: Die neue Konsole unterstützt nun von Hause aus Transparenz. Mit STRG+SHIFT+Plus/Minus kann die Transparenz des Fensters eingestellt werden. Minimum dabei ist eine Deckfähigkeit von 30 Prozent.

Die Konsole ist aktuell im Fokus der Weiterentwicklung und bis zur Fertigstellung von Windows 10 sollen noch viele Änderungen dazugekommen. Hier wurde nur ein Ausschnitt der Verbesserungen gezeigt, die Microsoft sich auf die Liste gesetzt hat. Weitere Details zur Konsole unter Windows 10 können Sie im Windows-Blog nachlesen.

Aufmacherbild: Abstract pink text background von Shutterstock / Urheberrecht: wavebreakmedia

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