Windows 7 ist das neue XP
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Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren trat Windows XP seinen Siegeszug an. Das damals revolutionäre Microsoft-Betriebssystem hat sich im vergangenen Jahrzehnt zum meistbenutzten OS weltweit entwickelt

Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren trat Windows XP seinen Siegeszug an. Das damals revolutionäre Microsoft-Betriebssystem hat sich im vergangenen Jahrzehnt zum meistbenutzten OS weltweit entwickelt und kann es mit seinen jüngeren Nachfolgern auch heute noch aufnehmen. Doch schon bald wird es Zeit, sich vom Klassiker Windows XP endgültig zu verabschieden. Am 8. April 2014 endet nämlich der Support für das Betriebssystem mit der grünen Wiesenlandschaft.

So heißt es für Unternehmen nun, sich nach einer Alternative umzusehen. Während das gefloppte und inzwischen schon in die ewigen Jagdgründe eingegangene Windows Vista wohl aus dem Rennen ist, bleibt weiterhin die Wahl zwischen Windows 7 und dem im Oktober kommenden Windows 8.

J. Peter Bruzzese von InfoWorld ist sich jedenfalls sicher, dass die meisten Unternehmen den Schritt zum neuen Microsoft-OS noch nicht wagen und stattdessen auf Windows 7 zurückgreifen werden. Seine Prognose belegt er mit fünf Gründen, die wir hier für Sie zusammengefasst haben. Sollte sie zutreffen, dürfte Windows 7 schon bald zum neuen XP werden.

Das User Interface von Windows 7 ist schon aus früheren Versionen bekannt und von daher aus Sicht der Arbeitgeber eine bequeme Lösung. Mitarbeiter müssen keinen Schulungen unterzogen werden und benötigen keine Einarbeitungszeit – wer Windows XP kennt, wird sich in Windows 7 schnell zurechtfinden. Einziges Manko: Windows 7 ist nicht so Touch-optimiert wie Windows 8 und deshalb zur Nutzung auf Tablets weniger geeignet.

Windows 8 hat tolle Sicherheitsfeatures, beispielsweise den SmartScreen, die neuen Bild-Passwörter und der Malware-sichere Secure Boot. Doch in Sachen Security muss sich auch Windows 7 nicht verstecken. Im Action Center hat man direkten Zugang zu Informationen über die Sicherheit des Systems, mit dem UAC Slider kann man die Sicherheitsstufen selbst in die Hand nehmen und auf Wunsch sogar ganz abschalten. Selbst für den privaten Bereich eignet sich Windows 7 aufgrund der Kontrollelemente speziell für Eltern.

Das Betriebssystem aus dem Jahre 2009 lässt sich leicht in Netzwerke einbinden. Mit Features wie HomeGroups können Nutzer zu Hause und in kleineren Unternehmen beispielsweise ohne großen Aufwand einen freigegebenen Drucker teilen. Auch die Verbindung mit einem WLAN-Netz gestaltet sich in Windows 7 deutlich einfacher als in allen Vorgängerversionen. In Kombination mit Windows Server 2008 R2 nutzt das System außerdem Features wie BranchCache und DirectAccess, die schnelleren Zugang zu Daten und Verbindungen ohne ein VPN ermöglichen.

Windows 7 lässt sich bequem mit Hilfe der PowerShell verwalten. Immerhin wurde die zweite Version des Kommandozeilenprogramms speziell für diese Generation des Betriebssystems entwickelt. Mit Windows XP und Vista funktioniert es zwar auch, jedoch nur eingeschränkt.

Im Vergleich mit XP oder Vista startet Windows 7 zwar schneller, jedoch kommt es gegen seinen Nachfolger Windows 8 nicht an. Dieser startet nämlich laut Berichten ganze 33 Prozent schneller als das neue Windows XP. Doch auch dieses kann sich sehen lassen: Es verlängert die Batterielaufzeit verglichen mit den Vorgängern, erholt sich schneller aus dem Ruhezustand und verfügt über eine verbesserte Suche, die das System nicht allzu sehr beansprucht. Das Feature ReadyBoost kann jede Art von Flash-Speicher als zusätzlichen Festplattencache zur Speicherentlastung einbinden.

So stellt sich abschließend nur noch eine Frage: Wenn Windows 7 das neue XP ist, wird dann Windows 8 zum neuen Vista?

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