Windows 8.1 – Gartner liefert 3 Lösungsansätze für Unternehmen
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Der Termin zur Veröffentlichung von Windows 8.1 rückt immer näher. Das Update wird bereits heiß erwartet, sodass der Run auf die RTM (Release to Manufacturing)-Versionen bereits gestern rund 2 Millionen

Der Termin zur Veröffentlichung von Windows 8.1 rückt immer näher. Das Update wird bereits heiß erwartet, sodass der Run auf die RTM (Release to Manufacturing)-Versionen bereits gestern rund 2 Millionen Downloads verzeichnen konnte. Die Erwartungen an das OS sind hoch, doch das bedeutet auch einen erhöhten Druck auf Entwickler und Unternehmen. In einem Webinar bereitete Gartner-Analyst Michael Silver Unternehmen am vergangenen Donnerstag auf das neue Betriebssystem vor. Schon vor einigen Wochen sorgte die Nachricht, Microsoft werde auf ein Release der RTM verzichten und auch Entwicklern erst mit der Veröffentlichung von Windows 8.1 Zugang zum neuen OS ermöglichen, für großen Unmut und Besorgnis unter den Entwicklern. Inzwischen ist zwar ein offizielles RTM veröffentlicht worden (Achtung: Es existieren auch Fake-Downloads!), doch bietet Windows 8.1 einige weitere Herausforderungen an Unternehmen. Eine wesentliche Änderung ist die schnellere Update-Kadenz, da Microsoft in Zukunft nicht mehr auf eine dreijährige Frist zwischen den Software Releases setzen möchte, sondern stattdessen jährliche Upates ankündigte. Dies bedeutet natürlich auch für Anbieter von Web-Anwendungen, dass diese unter Umständen mit jedem Update aktualisiert werden müssen, da mit den Windows-Updates auch neue Versionen des Internet Explorers veröffentlicht werden dürften. Windows 8.1 wird so zum Beispiel mit dem IE 11 ausgeliefert und ältere Versionen werden in 8.1 nicht länger unterstützt. Viele Unternehmen nutzen hingegen Gartner zufolge noch den IE 8, was verdeutlicht, wie schwer es Unternehmen fällt, die Anwendungen oder gar Betriebssysteme auf dem neuesten Stand zu halten. Aus diesem Grund schlägt Silver, wie Redmondmag berichtet, drei Lösungsansätze vor:

Verkürzte Sanierungsphasen

Erstens könnten Unternehmen versuchen, mit den Updates Microsofts Schritt zu halten, was bedeutet, dass die Test- und Sanierungsphasen, die in vielen Unternehmen oftmals bis zu einem Jahr oder länger dauern, wesentlich verkürzt werden müssten. Bedenkt man dabei, dass der Support für Windows 8 plangemäß bereits Ende 2015 ausläuft, bedeutet dies, dass den IT-Profis rund 2 Jahre für die Testphase und den Übergang zu 8.1 bleiben. Doch wie soll dies in der Praxis aussehen, wenn viele Unternehmen noch immer XP nutzen? „Die Sache ist, dass man sich dazu verpflichtet, mit Microsoft Schritt zu halten, sobald man einmal Windows 8 nutzt,“ sagte Silver. Das bedeutet auch, auf neuere Versionen zu setzen, um weiterhin den offiziellen Support zu erhalten oder dass Unternehmen unter Umständen jedes Jahr einen neuen Internet Explorer testen und ihren Betrieb umstellen müssen. Dennoch wird sich durch Windows 8 einiges für Unternehmen verbessern. Bisherige Updates, zum Beispiel unter Windows 7, erforderten einen „Wipe and Format“ und seien daher wesentlich aufwendiger als unter Windows 8, bei dem die Updates eher den bisher bekannten Service Packs ähneln. Dennoch könnten sich die Zyklen als zu schnell für große Firmen erweisen.

Windows 7 als Alternative

Eine erste Alternative sei es daher, zunächst abzuwarten und bis zum Support-Ende im Jahr 2020 auf Windows 7 zu setzen. Bis zum Auslaufen des Supports dürften die Firmen so zwar einige Service Packs erwarten, doch könne man darauf hoffen, dass es in 7 Jahren ein größeres Angebot an Non-Windows-Apps gäbe oder das ein Umstieg auf eine neuere Windows-Version leichter über die Bühne gehen würde. Schon jetzt verliert Windows Angaben Gartners zufolge an Dominanz und nur knapp die Hälfte der Apps erfordere das Microsoft OS. „Bis 2016 werden die Marktanteile von Windows und Windows Phone auf 25 Prozent gesunken sein, während rund zwei Drittel auf Android, Mac OS, iPhone, iPad und RIM entfallen.“ Zwar bleibe Microsoft durchaus relevant für Entwickler und Nutzer, doch sei es wichtig, das Microsoft und seine Partner einen besseren Halt besonders im Tablet-Geschäft gewännen. Die Nutzer erwarten Silver zufolge Geräte wie das iPad, die eine Batterielaufzeit von 8-10 Stunden erreichen. Bisher müsse man sich bei Windows Tablets zwischen guter Performance (Intel Ivy Bridge Chips) oder guter Batterielaufzeit (Intel Clover Trail Atom Chips) entscheiden.

BYOD

Die dritte Möglichkeit klingt zunächst leicht fatalistisch, doch gibt es auch hier Vorteile: Unternehmen könnten einfach aufgeben. Das heißt nicht, dass alles beim Alten bleibt, doch gerade der BYOD-Trend spricht für einen solchen Weg. Denn wenn die Mitarbeiter die Ihnen vertrauten Geräte mitbringen, könnten sich die IT-Profis allein auf Apps konzentrieren und diese zum Beispiel über virtuelle Desktop-Infrastrukturen oder Terminal Services zur Verfügung stellen. Noch nutzen allerdings nur etwa zehn Prozent der Organisationen das BYOD-Prinzip. Daher sollten sich Unternehmen möglichst bald Klarheit darüber verschaffen, wie sie in Zukunft mit Windows 8.1 umgehen möchten. Das gesamte Webinar gibt es on Demand auf der Gartner Website. Allerdings ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.  

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