BASTA! Spring 2014 Countdown

Windows 8.1 ist ein Schritt in die richtige Richtung
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Windows 8.1 bringt einige Neuerungen für Entwickler. Welche das im Bereich des User Interface sind, wird uns Thomas Claudius Huber (Trivadis AG) auf der BASTA! Spring 2014 zeigen. Wir haben ihm bereits im Vorfeld einige Fragen gestellt.

Windows Developer: Beim Windows 8.1 UI denkt man zuerst an den wiederauferstandenen Start Button, aber natürlich ist da noch mehr, wie du uns in deiner Session „Neuerungen im Windows 8.1 UI für Entwickler“ auf der BASTA! 2014 zeigen wirst. Welche davon sollten sich Entwickler nun besonders genau ansehen?

Thomas Claudius Huber: Die Windows Runtime (WinRT) hat in Windows 8.1 zahlreiche Neuerungen erhalten. Meine Session auf der BASTA! beschränkt sich auf jene für das UI. Dazu gehören zahlreiche neue Controls wie Hub, Flyouts oder die CommandBar. Neu sind auch verschiedene Kachelgrößen und dass eine App mehrere Fenster öffnen kann. Darüber hinaus hat Microsoft das Binding mit neuen Eigenschaften bestückt und viele weitere UI-Features in Windows 8.1 eingebaut, die ich in meiner Session vorstellen werde. Jeder Entwickler sollte sich natürlich einen Überblick darüber verschaffen, was neu ist, damit er für seine App-Ideen die Möglichkeiten abwägen kann.

Windows Developer: Wie umfangreich sind die UI-Änderungen in Windows 8.1? Kann es in Einzelfällen sogar vorkommen, dass man seine App komplett neu schreiben muss?

Thomas Claudius Huber: Bestehende Windows 8.0-Apps laufen weiterhin unter Windows 8.1. Allerdings sollte man die App anpassen, um die neuen Features zu nutzen. Insbesondere die verschiedenen Ansichten einer App haben sich geändert. Während in Windows 8.0 eine App zwischen den Ansichten Vollbild, Snapped und Filled wechseln konnte, ist das in Windows 8.1 flexibler. Apps können in Windows 8.1 zwischen der vollen Breite und 500 Pixeln jeden beliebigen Zustand annehmen. Das sollten Entwickler für eine gute Benutzererfahrung ausnutzen.

Windows Developer: Mittlerweile haben wir ja die nötige Erfahrung mit Windows 8.1, um diese Frage beurteilen zu können: Hat Windows 8.1 das System wirklich verbessert?

Thomas Claudius Huber: Ein deutliches Ja! Windows 8.1 hat das System wesentlich verbessert. Es lässt sich direkt auf den Desktop booten, Apps haben mehrere Fenster, die Geschwindigkeit ist sehr gut etc. Es gibt auch die Möglichkeit, um bspw. den Startbildschirm unternehmensweit einheitlich zu gestalten. Insgesamt also ein Schritt in die richtige Richtung.

Windows Developer: Der Start Button ist ja schon zurückgekommen und eventuell erleben wir bald auch noch die Wiedergeburt des Startmenüs. Doch welche neuen UI-Features braucht die nächste Windows-Version deiner Meinung nach wirklich?

Thomas Claudius Huber: Ich denke, Windows 8.1 bzw. die nächste Version muss auch für den klassischen Desktop wieder interessanter werden. Insbesondere Unternehmen sehen dies als wichtig an. Dazu könnte als Feature das optionale Deaktivieren des neuen Startbildschirms gehören. Aus Benutzersicht müssen die beiden Welten – Modern UI und klassischer Desktop – noch mehr verschmelzen. Dazu gehört, dass sich Windows Store Apps in einem klassischen Fenster öffnen lassen, dass sie in der Taskbar auftauchen und auch dass sie sich über ein Kreuz an der rechten oberen Ecke schließen lassen. Die meisten Benutzer können auf einem Gerät nicht zwischen einer App und einer Anwendung unterscheiden. Daher ist es für sie auch schwer zu verstehen, warum man Apps zum Schließen von oben nach unten ziehen muss, und bei klassischen Anwendungen einfach auf das im Fenster rechts oben sitzende Kreuzchen klickt. Hier besteht also reichlich Potenzial, die beiden Welten näher zusammenzubringen oder aber eine Option zu bieten, um Windows vNext in einem klassischen Desktop mit allem was dazugehört auszuführen.

Windows Developer: Vielen Dank für das Gespräch, Thomas. Wir sehen uns auf der BASTA!

© Thomas Claudius HuberThomas Claudius Huber ist MVP im Bereich Client Development und Principal Consultant bei der Trivadis in Basel. Als Trainer, Berater und Entwickler ist er in den Bereichen .NET, Datenbanken und Architektur unterwegs. Da ihn Benutzeroberflächen schon seit seinem Informatikstudium faszinierten, spezialisierte er sich in den vergangenen Jahren auf die UI-Programmierung mit WPF/Windows Phone/Silverlight. Heute ist er begeisterter Entwickler von Windows-Store-Apps. Thomas ist Autor verschiedenster Bücher, darunter das umfassende Handbuch zur Windows Presentation Foundation und das umfassende Handbuch zum Entwickeln von Windows-Store-Apps.

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