Windows-8-Leak führt zu Verhaftung von Ex-Mitarbeiter
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Im digitalen Zeitalter ist das Verbreiten illegaler Software mittlerweile leider gang und gäbe. Um zu erahnen, welche strafrechtlichen Maßnahmen dieses Handeln mit sich zieht, reicht ein einfacher Besuch

Im digitalen Zeitalter ist das Verbreiten illegaler Software mittlerweile leider gang und gäbe. Um zu erahnen, welche strafrechtlichen Maßnahmen dieses Handeln mit sich zieht, reicht ein einfacher Besuch des örtlichen Kinos. Zahlreiche Werbekampagnen machen stets darauf aufmerksam, dass mit harten Konsequenzen zu rechnen ist, wenn man Filme, Musik oder Software illegal vertreibt. Software-Entwickler Alex Kibkalo war wohl kein regelmäßiger Kinobesucher.

Der Ex-Microsoft-Mitarbeiter wurde vor Kurzem für das Leaken von Windows-8-Betaversionen an einen französischen Tech-Blogger in Seattle verhaftet. Kibkalo steht zudem im Verdacht, die Microsoft-Software „Activation Server Software Development Kit“, ein Programm zum Schutz vor Piraterie, illegal in Umlauf gebracht zu haben. Der noch unbekannte französische Blogger soll die ihm zugespielte Software online geteilt und so dafür gesorgt haben, dass zahlreiche Nutzer die Sicherheitsmaßnahmen von Microsoft-Programmen wie Office übergehen konnten.

Microsoft konnte Kibkalo enttarnen, nachdem der französische Blogger Kontakt zu einem Microsoft-Mitarbeiter aufnahm und ihm vom Betrug berichtete.

Kibkalo war über sieben Jahre lang für Microsoft tätig gewesen. Es wird gemutmaßt, dass Kibkalo die Motivation für sein kriminelles Handeln aus einer schlechten Leistungsbeurteilung heraus bezog. Für seine illegalen Machenschaften muss Kibkalo sich nun vor einem US-Gericht rechtfertigen. Ihm droht eine lange Haftstrafe. 

Aufmacherbild: Conceptual jail photo with iron nail sitting behind out of focus bars and window von Shutterstock / Urheberrecht: Alta Oosthuizen

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