Windows 8 – Wofür will ich eigentlich entwickeln?
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Wer für Windows 8 entwickeln will, steht vor der Frage „Was denn eigentlich entwickeln?“: Klassische Desktopanwendungen oder Windows Store Apps? Doch ist diese Frage gleichzusetzen mit der Frage: .NET Framework oder WinRT? Die Antwort lautet „Jein“, denn die Antwort ist genau genommen von Fall zu Fall unterschiedlich.

Mittlerweile dürfte bekannt sein, dass die Windows Runtime nur eine Untermenge des .NET Frameworks anspricht – .NET 4.5 for Windows Store Apps – d.h. .NET-Entwickler können Bewährtes teilweise für Windows-Store-Apps anwenden, müssen aber auch Neues hinzulernen.

Die WinRT beschränkt sich auf die Entwicklung von Windows Store Apps – Webanwendungen mit ASP.NET, Konsolenanwendungen etc. bleiben zumindest vorerst ausschließlich .NET vorbehalten.

Als Entwickler muss man sich klar machen, welche Anforderungen an das gewünschte Endprodukt gestellt sind: Es gibt unter Windows 8 Szenarien, die für die Entwicklung einer Windows Store App sprechen, und umgekehrt Szenarien, die durch eine .NET-Anwendung besser oder überhaupt erst realisiert werden können. Bisweilen scheinen sich Windows Store Apps wenig zu eignen, um komplexe Business-Anwendungen zu bauen, z.B. weil sie, was datenfokussierte Applikationen angeht, Einschränkungen unterliegen – und dafür sind sie im Grunde auch nicht gedacht, zumindest bisher noch nicht.

Auch sind ihnen, was das Betriebssystem betrifft, technische Grenzen gesetzt, denn Windows Store Apps laufen nicht auf Windows 7 oder älter. Ihre Stärken liegen wiederum auf Multi-Touch-Fähigkeit, Contracts und Co. Wer Windows Store Apps entwickelt, entwickelt diese für die Modern-UI-Oberfläche, Desktopanwendungen zielen, wie es der Name schon sagt, auf den klassischen Desktop.

Im Zweifelsfall ist die beste Wahl vielleicht eine hybride Lösung, die über das neue UI angezeigt werden kann, aber im Hintergrund auf das .NET Framework zurückgreift oder umgekehrt. Diese Option kommt für die etwas dünnere Windows-RT-Variante für ARM-Prozessoren jedoch nicht in Frage: Desktopanwendungen sind hier völlig außen vor.

Windows-Developer-Redakteurin Corinna Kern hat mit Thomas Claudius Huber von der Trivadis AG über die Möglichkeiten und Grenzen der Windows-Store-App-Entwicklung gesprochen und viele wissenswerte Hintergrundinformationen erfahren.

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