Windows-only ist passé – frischer Wind im Microsoft Board
Kommentare

Wer Microsoft für wenig innovativ und für langsam in seinen Bewegungen hält, könnte seine Auffassung demnächst überdenken müssen. Schon in zwei Monaten soll dem Microsoft Board nämlich ein neues

Wer Microsoft für wenig innovativ und für langsam in seinen Bewegungen hält, könnte seine Auffassung demnächst überdenken müssen. Schon in zwei Monaten soll dem Microsoft Board nämlich ein neues Mitglied beitreten, das frischen Wind in die verstaubten Geschäftsprozesse bringen könnte. Mason Morfit heißt der revolutionäre Geist, seines Zeichens Präsident bei der Investmentfirma ValueAct. Und er ist überzeugt: Microsoft muss sich von Windows abkehren.

Berichten von Bloomberg zufolge will Morfit das Unternehmen davon überzeugen, seinen eindeutigen Fokus auf dem eigenen Betriebssystem Windows noch einmal zu überdenken. Er möchte dem Verwaltungsrat angeblich empfehlen, die eigenen Produkte und Dienstleistungen mehr und mehr von Windows abzukoppeln, beispielsweise durch Office-Versionen für das iPad und für Android-Tablets. Nur so könne man zu einer echten Devices and Services Company werden.

Sollte Nokia tatsächlich ein Android-Smartphone in Planung haben, würde das in eine ähnliche Richtung gehen. Hierzu werden wir wohl am 24. Februar mehr erfahren, wenn Nokia sein Presseevent auf dem Mobile World Congress in Barcelona veranstaltet.

Was auf den ersten Blick absurd erscheinen mag, hält Paul Thurrott für eine gar nicht mal so schlechte Idee. Schließlich ist die Windows-Abteilung schon lange nicht mehr der größte Geschäftszweig Microsofts, sondern liegt derzeit hinter den Office- und Server-Abteilungen. Auch die mobile Revolution hat Windows nicht gerade gut getan. Während der klassische PC an Bedeutung verliert, nutzen Individuen auch immer mehr andere Technologien. Diese Entwicklung sollte Windows 8 ursprünglich stoppen, doch zumindest bis zum heutigen Tage wurde dieses Ziel noch nicht erreicht.

Auf diesen fremden Plattformen mit den eigenen Produkten vertreten zu sein, würde Microsoft sicherlich nicht schaden. Das wäre zumindest so lange lukrativ, wie Microsoft noch nicht zu den ganz großen Playern im mobilen Geschäft zählt.

Aufmacherbild: Dandelion with seeds blowing away in the wind von Shutterstock / Urheberrecht: Brian A Jackson

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -